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Israel reagiert scharf auf Hass-Rhetorik des pakistanischen Verteidigungsministers

Nach drastischen Äußerungen aus Islamabad weist Jerusalem die Vorwürfe entschieden zurück und stellt Pakistans diplomatische Rolle infrage.

Pakistan
Pakistani Foreign Minister Khawaja Muhammad Asif. Archivbild: EPA/ROMAN PILIPEY

Die israelische Regierung hat mit scharfer Kritik auf Äußerungen des pakistanischen Verteidigungsministers Khawaja Asif reagiert. Vor dem Hintergrund der am Samstag in Pakistan stattfindenden Gespräche zwischen Vertretern der USA und des Iran hatte Asif Israel öffentlich als „böse“ und „krebsgeschwürartig“ bezeichnet und dem jüdischen Staat schwere Vorwürfe erhoben.

In einem inzwischen gelöschten Beitrag auf der Plattform X schrieb Asif, Israel sei „böse und ein Fluch für die Menschheit“, während gleichzeitig Friedensgespräche in Islamabad stattfänden und im Libanon ein „Völkermord“ begangen werde. Weiter erklärte er:

„Unschuldige Zivilisten werden von Israel getötet – zuerst in Gaza, dann im Iran und jetzt im Libanon. Das Blutvergießen geht unvermindert weiter. Ich hoffe und bete, dass diejenigen, die diesen ‚krebsgeschwürartigen Staat‘ auf palästinensischem Land geschaffen haben, um europäische Juden loszuwerden, in der Hölle brennen.“

Aus dem Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kam ebenfalls eine klare Reaktion. Der Aufruf zur Vernichtung Israels sei „empörend“ und könne von keiner Regierung toleriert werden – insbesondere nicht von einem Staat, der zugleich den Anspruch erhebe, als neutraler Vermittler für Frieden aufzutreten.

Israels Außenminister Gideon Sa’ar verurteilte die Aussagen als „antisemitische Hetze“, die nicht nur inakzeptabel sei, sondern die grundlegende Legitimität des jüdischen Staates infrage stelle. Israel werde sich gegen jede Form solcher Angriffe – ob militärisch oder rhetorisch – entschlossen zur Wehr setzen.


Noch deutlicher wurde Israels Botschafter in den USA, Yechiel Leiter. In einem Beitrag auf der Plattform X schrieb er:

„Die Ajatollahs riefen ‚Tod Israel‘ – und nun übernimmt ein sogenannter ‚Vermittler‘ dieselbe Sprache. Sie sind kein Vermittler, Herr Asif, Sie sind das Problem. Auch wenn es Ihnen missfällt: Israel ist hier, um zu bleiben. Das steht nicht zur Verhandlung.“

Vermittlungsrolle unter Druck

In Islamabad sind für Samstag Gespräche zwischen Vertretern Washingtons und Teherans angesetzt, bei denen nach der zuvor verkündeten zweiwöchigen Waffenruhe über eine weitergehende Vereinbarung zur Beendigung der Kampfhandlungen verhandelt werden soll.

Die jüngsten Aussagen aus Islamabad werfen jedoch Fragen zur Rolle Pakistans als Vermittler auf.

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Patrick Callahan

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3 Kommentare zu “Israel reagiert scharf auf Hass-Rhetorik des pakistanischen Verteidigungsministers”

  1. Francis Mo sagt:

    Es ist absurd, dass Staaten wie Pakistan, Türkei, Katar usw. als Vermittlers um den Frieden in Nahe Osten fungieren.

  2. Jürgen Dold sagt:

    Pakistan gilt nicht gerade als der Hort des Friedens und der Freiheit, was Innenpolitik betrifft.
    Und wer sein eigenes Haus nicht ordentlich führt, wie soll der seinen Nachbarn irgendetwas raten?
    Mit diesem pakistanischen Außenminister wurde für mich der Bock zum Gärtner gemacht.

    Auszug eines Berichtes über „Religionsfreiheit“ in Pakistan:
    „Die berüchtigten Blasphemiegesetze Pakistans zielen insbesondere auf religiöse Minderheiten ab. Auch muslimische Minderheiten sind davon betroffen. Ein Beispiel dafür, welche Gewalt diese Gesetze auslösen können, zeigt der Vorfall in der Stadt Jaranwala am 16. August 2023. Dort wurden unter dem Vorwurf der Blasphemie 21 Kirchen zerstört und Hunderte von Christen gewaltsam vertrieben.“
    (Quelle: Opendoors.de)

  3. Stephan Wolf sagt:

    Dass diese Hassrede mit offener Diffamierung ISraels oder der Juden jetzt offiziell stattfindet, mag zunächst nachdenklich stimmen, aber es ist ein gutes Zeichen dafür, dass der Antisemitismus weltweit am Verschwinden ist,nachdem er scheinbar einen neuen Höhepunkt erreicht hat. Denn solange sich der Hass taktisch verbirgt, schwelt er im Verborgenen weiter. Wenn dieses Übel aber an die Oberfläche kommt, heißt das, dass sein Ende gekommen ist. Denn wenn das Böse ins Licht tritt und sein Gesicht zeigt, verliert es seine Macht und vergeht. Es kann nur in Dunkelheit und aus dem Verborgenen wirken.

    Es wird jetzt weltweit mehr solcher Ausbrüche von Offiziellen geben, aber das sind nur Worte, denn das Böse hat keine reale Macht auf Erden, wenn sie ihm nicht von Gott gegeben ist. Bald wird der Hass und alles andere Böse an der Wurzel ausgerissen und dann wird man Dinge wie Hassrede und Antisemitismus in der Welt nicht mehr finden.

    Es ist wie mit den Wespen im Herbst, die noch einmal richtig aggressiv werden, weil sie wissen, dass ihr Ende gekommen ist. Sie legen ihre taktische Zurückhaltung ab und reden diese Dinge jetzt öffentlich. Sie denken, dass es ihnen zur Ehre gereicht, in Wahrheit besiegeln sie damit eine Existenz der Schande, die sie führen. Man wird das alles bald vergessen können, denn die Spielregeln auf Erden ändern sich gerade. Künftig wird es wieder so sein, dass jeder verflucht sein wird, der die Juden verflucht und wer sie segnet wird für sich selbst Segen erwirken.

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