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MitgliederTacheles mit Aviel – Jesus war kein politisches Vorbild gegen Kriege

Tacheles, offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Wenn Kriege beginnen, sprechen Generäle normalerweise von Strategien und Politiker von Interessen, doch diesmal ist etwas anders.

Papst Leo XIV. bei der Palmsonntagsmesse auf dem Petersplatz im Vatikan, 29. März 2026. Foto: EPA/Angelo Carconi

Über den Schlachtfeldern schwebt kein nüchterner Ton der Geopolitik, sondern eine Sprache des Glaubens. Worte wie „Mission“, „Erlösung“ und „göttlicher Wille“ kehren zurück in den politischen Diskurs, nicht als Metaphern, sondern als ernst gemeinte Deutung der Realität. Was sich derzeit zwischen Washington, Teheran und Jerusalem entfaltet, ist mehr als ein militärischer Konflikt. Es ist die Rückkehr einer Dimension, die der Westen lange verdrängt hat: die Verbindung von Religion, Gott, Identität und Macht. Während der amerikanische Kriegsminister offen im Namen Jesu zum Sieg aufruft, mahnt der Papst, den Glauben nicht zu instrumentalisieren. Dumm, der Papst verpasst den Kern des Neuen Testaments. Jesu freiwilliger Verzicht auf Gewalt war kein politisches Vorbild, sondern Teil eines einzigartigen Erlösungsauftrags. In den USA wie auch in Israel verschiebt sich die innere Balance hin zu einer Armee und Gesellschaft, die ihre Stärke zunehmend aus göttlicher und biblischer Überzeugung schöpft. Wenn in existenziellen Kriegen reine Sicherheitslogik nicht ausreicht, darf dann der Glaube zur Waffe gehören?

Seit Beginn der Angriffe auf Iran verwendet der...

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Patrick Callahan

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4 Kommentare zu “Tacheles mit Aviel – Jesus war kein politisches Vorbild gegen Kriege”

  1. Francis Mo sagt:

    …. und steht geschrieben

    Lukas 22:36
    [36] »Aber ab jetzt gilt etwas anderes: Nehmt euer Geld und Gepäck«, forderte er sie auf. »Wer kein Schwert besitzt, soll seinen Mantel verkaufen und sich eins beschaffen.

  2. Matthias Pletz sagt:

    Ich denke, sowohl Karoline Leavitt als auch Pete Hegseth beziehen sich in Ihren Äußerungen auf den Literaturnobelpreisträger, Sänger und Songwriter Bob Dylan. Der hat ja bereits 1964 in seinem Song erkannt „that the land that I live in has God on its side“. Und demensprechend stellt man natürlich auch nichts infrage, wenn Gott auf seiner Seite ist.
    Bob ist amerikanischer Jude, somit sollte er das doch ganz genau wissen.

    Somit wäre die Argumentation von Leavit und Hegseth schon richtig.
    Vielleicht haben sie aber beide nicht die Ironie in dem Song von Dylan erkannt.

    Matitjahu

  3. Stephan Wolf sagt:

    Ich glaube auch, dass sich den Luxus Kriege abzulehnen nur jemand leisten kann, der keine Verantwortung für jemanden trägt, der akut bedroht wird. Denn sobald man bedroht wird, ist man gezwungen zu entscheiden und zu handeln und wenn die andere Konfliktpartei keine Verständigung oder Beilegung wünscht, bleibt einem keine andere Wahl, als sich zu wehren.

    Dass Gott die aktuellen Geschehnisse, auch die Kriege, nicht nur billigt, sondern sogar selbst herbeigeführt hat, ersieht man daraus, dass das alles in den Schriften lange vorher so angekündigt wurde. Denn Gott bringt das Heil und schafft auch das Unheil, der Herr ist es, der all das wirkt, wie es sinngemäß bei Jesaja heißt.

  4. Roland Kunz sagt:

    An Matthias Pletz: Karoline Leavitt und Pete Hegseth waren beide 1964 noch nicht auf der Welt. Es ist daher unwahrscheinlich, dass sie – Ironie hin oder her – einen Song von Bob Dylan als argumentativen Massstab nehmen. Viel eher trifft es zu, dass sie als bibelgläubige Menschen ihre Überzeugung zum Wohle des Volkes in die Politik hinein tragen. Das soll’s ja noch geben.

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