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Erste jüdische Häuser auf dem biblischen Berg Ebal errichtet

Während Israel einen existenziellen Krieg gegen die iranische Achse führt, gibt es auch eine stillere Erklärung ab: Das biblische Kernland wird nicht aufgegeben, vernachlässigt oder ungeschützt bleiben.

Der Vorsitzende des Regionalrats von Samaria, Yossi Dagan, und der Oberrabbiner von Samaria, Elyakim Levanon, in der neuen Gemeinde Mount Ebal, 11. März 2026. Bildnachweis: Regionalrat von Samaria.

Während Israel gegen den Iran und dessen regionale Stellvertreter um sein Überleben kämpft, unternimmt es auch etwas ebenso Aussagekräftiges in seiner näheren Umgebung: Es baut.

Diese Woche wurden die ersten jüdischen Wohngebäude auf dem Berg Ebal im Zentrum von Samaria, in der Nähe des biblischen Sichem – dem heutigen Nablus – errichtet. Dies markiert die erste Etappe der Gründung einer neuen Gemeinde an einem der symbolträchtigsten Orte im Land Israel.

Die Maßnahme wurde vom Regionalrat von Samaria zusammen mit der Amana-Bewegung durchgeführt, nachdem die israelische Regierung zuvor eine neue Gemeinde an diesem Ort genehmigt hatte und die entsprechenden rechtlichen und ministeriellen Schritte abgeschlossen waren. Die ersten Bewohner sollen eine landwirtschaftliche Jeschiwa als Zweigstelle der Hesder-Jeschiwa Alon Moreh gründen, weitere Familien sollen folgen.

Der Berg Ebal ist kein gewöhnlicher Hügel. Es ist der Berg, der im 5. Buch Mose als Ort der Flüche im Zusammenhang mit dem Bund genannt wird, gegenüber dem Berg Gerizim, wo die Segnungen verkündet wurden. Er wird auch mit dem Altar Josuas identifiziert – dem Ort, an dem Josua nach dem Einzug in das Land einen Altar für den Gott Israels errichtete und vor dem Volk das Gesetz vorlas. In biblischer Hinsicht ist dies kein unbedeutendes Stück Land. Es ist der Boden des Bundes.

Genau deshalb ist diese Entwicklung so von Bedeutung.

Die Überreste des Altars, den Archäologen für den im 5. Buch Mose beschriebenen Altar Josuas halten. Foto: Nasser Ishtayeh/Flash90.

In einer Zeit, in der Israel nur noch in Kategorien wie vorübergehende Waffenstillstände, Notfallmaßnahmen und internationale Optik denkt, erinnert der Berg Ebal daran, dass die Geschichte der Juden in diesem Land nicht erst 1948 begann und auch nicht von der Zustimmung anderer Länder im Jahr 2026 abhängt. Der Kampf um Israel ist nicht nur militärischer Natur. Er ist zivilisatorisch, historisch und spirituell. Und dieser Kampf umfasst auch die Frage, ob die Nation weiterhin an den Orten baut, an denen ihre Identität ursprünglich entstanden ist.

Der Vorsitzende des Regionalrats von Samaria, Yossi Dagan, beschrieb diesen Moment als eine Situation, in der die Anwesenden „die Flügel der Geschichte schlagen spüren konnten”. Hinter dieser Rhetorik verbirgt sich ein wichtiger Punkt: Die Rückkehr der Juden an Orte wie den Berg Ebal ist eine prophetische Wiederherstellung.

Der Ort hat auch eine strategische Dimension. Die neue Gemeinde entsteht in der Nähe eines Gebiets, in dem die Palästinensische Autonomiebehörde seit langem versucht, wichtige biblische und archäologische Stätten zu beschädigen oder zu zerstören.

Auch hier gibt es eine allgemeinere Lehre. Selbst wenn Israel mit einer iranischen Achse konfrontiert ist, die auf Einkreisung, Raketenbeschuss und regionale Destabilisierung aus ist, bekräftigt es dennoch etwas, das tiefer geht als die Notwendigkeit auf dem Schlachtfeld: nämlich dass nationale Beständigkeit Verwurzelung erfordert. Ein Volk, das nur kämpft und nicht aufbaut, vergisst irgendwann, wofür es kämpft.

Auf dem Berg Ebal hat Israel die gegenteilige Entscheidung getroffen.

Es kämpft in der Gegenwart und erhebt gleichzeitig Anspruch auf die Zukunft – auf einem Berg, auf dem einst der Bund verkündet wurde und wo nun das jüdische Leben wieder aufblüht.

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Patrick Callahan

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