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Eskalation im Norden: Hisbollah feuert über 100 Raketen auf Israel

Der Beschuss aus dem Libanon war Teil eines offenbar abgestimmten Angriffs mit iranischen Raketen auf Israel.

Ein Mann betrachtet ein beschädigtes Wohnhaus im Moshav Hani’el im Sharon-Gebiet, nachdem in der Nacht Raketen auf Israel abgefeuert wurden. 12. März 2026. Foto: Michael Giladi/Flash90

Am Mittwochabend ist es zu einer deutlichen Eskalation an der Nordfront Israels gekommen. Die Hisbollah feuerte nach israelischen Medienberichten mehr als 100 Raketen aus dem Libanon auf Nordisrael ab. In zahlreichen Orten Galiläas, in Haifa sowie in weiteren Städten Nordisraels mussten Einwohner Schutzräume aufsuchen.

Die Angriffswelle dauerte über mehrere Stunden an. Insgesamt sollen bis zu 150 Raketen und Drohnen aus dem Libanon gestartet worden sein. Die israelische Luftabwehr fing einen Großteil der Geschosse ab, dennoch gingen in mehreren Orten Trümmer abgefangener Raketen nieder und verursachten Sachschäden.

Rettungsdienste meldeten mehrere leicht verletzte Personen, vor allem Menschen, die sich während des Alarms auf dem Weg in Schutzräume befanden. In einigen Orten wurden Gebäude beschädigt.

Parallel zum massiven Beschuss aus dem Libanon wurden auch Raketen aus dem Iran auf Israel abgefeuert. Diese lösten ebenfalls Luftalarm in verschiedenen Regionen des Landes aus, darunter im Zentrum Israels sowie im Raum Jerusalem. Israelische Sicherheitskreise gehen davon aus, dass es sich um eine koordinierte Angriffswelle handelte, bei der Israel gleichzeitig aus mehreren Richtungen unter Druck gesetzt werden sollte.

Abfangraketen der israelischen Luftabwehr während eines iranischen Raketenangriffs auf Israel in der Nacht zum 11. März 2026. Foto: Chaim Goldberg/Flash90.

Nach Angaben der Armee reagierte die israelische Luftwaffe noch am Abend mit Angriffen auf Ziele der Hisbollah im Libanon. Dabei wurden unter anderem Abschussanlagen, Waffenlager und weitere militärische Infrastruktur der Terrororganisation angegriffen. Besonders der südliche Beiruter Vorort Dahieh, eine Hochburg der Hisbollah, wurde erneut Ziel israelischer Luftschläge.

Die israelischen Streitkräfte erklärten, sie würden weiterhin entschlossen gegen jede Bedrohung für israelische Zivilisten vorgehen. Gleichzeitig laufen weiterhin Abfangoperationen der Raketenabwehrsysteme, während die Armee versucht, weitere Abschussstellungen im Libanon auszuschalten.

Angriff auf Abschussanlagen der Hisbollah:

In israelischen Sicherheitskreisen gilt der koordinierte Angriff als weiterer Versuch Irans und seiner regionalen Verbündeten, Israel gleichzeitig von mehreren Fronten unter Druck zu setzen. Beobachter warnen, dass sich der Konflikt dadurch weiter regional ausweiten könnte.

Israelische Medien berichten zudem, dass die Armee zusätzliche Kräfte an die Nordgrenze verlegt hat. Militärbeobachter sehen darin ein mögliches Zeichen, dass sich Israel auch auf eine weitere Eskalation an der libanesischen Front vorbereitet.

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Patrick Callahan

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