Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben eine Zwischenbilanz der laufenden Operation „Brüllender Löwe“ veröffentlicht. Demnach wurden bislang mehr als 2.500 Präzisionswaffen eingesetzt und rund 600 Terrorinfrastrukturen des iranischen Regimes zerstört. Etwa 110.000 Reservisten wurden mobilisiert.
Mit Beginn der Operation führt die Operationsabteilung der Armee über den Obersten Gefechtsstand die Gesamtkoordination der militärischen Kampagne. Sie ist verantwortlich für die Leitung und Synchronisierung der offensiven wie defensiven Maßnahmen auf mehreren Schauplätzen gleichzeitig.
Bereits vor dem Eintritt in die Kampfphase hatte die Operationsabteilung monatelange intensive Vorbereitungen getroffen. Dazu gehörten umfassende operative Planungen, Koordinierungsprozesse mit der US-Armee sowie eine breit angelegte Vorbereitung auf eine mögliche Mehrfrontenentwicklung. In diesem Rahmen wurden die regionalen Kommandos verstärkt und sowohl die defensive als auch die offensive Einsatzbereitschaft deutlich erhöht. Bislang wurden rund 110.000 Reservisten einberufen.
Video: Bombenabwurf über Teheran aus der Sicht des Piloten.
Die israelische Luftwaffe griff unter präziser nachrichtendienstlicher Führung des Militärgeheimdienstes in enger Zusammenarbeit mit der Operationsabteilung bislang über 600 Terrorinfrastrukturen des iranischen Regimes an. Dabei kamen rund 2.500 Lenkwaffen zum Einsatz. Zu den angegriffenen Zielen zählen mehr als 20 Einrichtungen der iranischen Sicherheitsführung, über 150 ballistische Raketen sowie mehr als 200 iranische Luftverteidigungssysteme.
In den vergangenen 24 Stunden führte die Armee zudem mehrschichtige Einsätze auf sämtlichen Fronten durch. Im Libanon wurden bislang rund 30 Terrorinfrastrukturen angegriffen.
Nach Angaben des israelischen Armeesprechers umfasste die Anfangsphase der Operation täglich drei bis fünf Angriffswellen mit Dutzenden bis Hunderten Einsätzen pro Tag. Der derzeitige Schwerpunkt liegt klar auf Teheran – insbesondere auf den Revolutionsgarden, den inneren Sicherheitsstrukturen und zentralen Kommandostellen des Regimes. Der Fokus richte sich ausdrücklich auf die Führungsebene.
Die Streitkräfte verfolgen dabei zwei zentrale operative Ziele: Erstens den Erhalt der Lufthoheit und die Sicherung der vollständigen Kontrolle über den iranischen Luftraum. Zweitens die systematische Bekämpfung des Raketen- und Abschusssystems. Im Mittelpunkt stehen dabei die Zerstörung von Abschussrampen, die Vernichtung von Raketenbeständen sowie die Echtzeit-Ortung und Neutralisierung mobiler Abschussgeräte noch bevor Raketen in Richtung Israel abgefeuert werden können.
Zur Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten erklärte der Sprecher, es gebe Missionen, die „Hand in Hand“ gemeinsam durchgeführt würden. Andere Einsätze seien klar getrennt, wobei beide Armeen eng koordiniert in unterschiedlichen Verantwortungsbereichen operierten.
Video: Angriff auf Ziele der Hisbollah im Libanon.
Zur Lage im Libanon hieß es, die Hisbollah habe sich in der Nacht der Auseinandersetzung angeschlossen und gegen 3 Uhr morgens angegriffen. Seither habe es keinen weiteren Beschuss gegeben. Israel reagierte mit gezielten Eliminierungen in Beirut, die weiterhin andauern. In den kommenden Tagen werde entschieden, wie tief und mit welcher Intensität gegen die Hisbollah vorgegangen werde. Die Hauptfront bleibe jedoch derzeit Iran.
Bezüglich der Huthi-Miliz im Jemen erklärte der Sprecher, man sei auf mögliche Raketenangriffe vorbereitet. Derzeit gebe es jedoch keine Anzeichen für eine aktive Beteiligung.
Die israelischen Streitkräfte betonen abschließend, dass sie auf allen Schauplätzen sowohl defensiv als auch offensiv weiter handeln werden.




