US-Präsident Donald Trump besteht darauf, dass der Nahe Osten sich darauf vorbereitet, die Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Oberflächlich betrachtet klingt das wie eine diplomatische Renaissance. Die Abraham-Abkommen werden ausgeweitet, Botschafter lächeln für die Kameras, und „Frieden“ ist wieder zu einem modischen Gesprächsthema geworden.
Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich ein stiller Widerspruch, der die gesamte Prämisse zu untergraben droht.
FRIEDEN OHNE NETANJAHU?
In der gesamten Region wiederholen die arabischen Länder denselben Refrain: Wir sind bereit für Frieden – aber nicht mit Netanjahu.
Diese Aussage klingt pragmatisch, offenbart jedoch etwas Tieferes. Denn Benjamin Netanjahu ist keine Randerscheinung in der israelischen Politik. Er ist das Produkt – und das Spiegelbild – der israelischen Wählerschaft. Wenn arabische Führer nicht bereit sind, mit ihm zu verhandeln, sind sie auch nicht bereit, mit Israel so zu verhandeln, wie es tatsächlich existiert.
Ja, Netanjahu polarisiert. Innerhalb Israels sind seine Kritiker laut, organisiert und unerbittlich. Seine Politik hat Protestbewegungen ausgelöst, die die...
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