Vom Kreuz bis zu den Kalifen, vom Mittelalter bis zur Moderne – überall taucht derselbe Reflex auf: Wenn Völker, Religionen oder Ideologien einander zerreißen, findet man früher oder später den Juden, der angeblich dafür verantwortlich ist. Dieses Muster ist kein Zufall. Es ist ein geistiges Symptom. Wann immer eine Zivilisation an inneren Widersprüchen scheitert, sucht sie nach einer externen Ursache. Und die findet sich gewöhnlich im jüdischen Volk. So war es im Christentum, das Jahrhunderte brauchte, um seine eigene Schuld an der Gewalt der Kreuzzüge zu erkennen. Und so war es auch im Islam, dessen innerer Riss zwischen Sunniten und Schiiten bis heute blutet, denn auch in der Ur-Spaltung des Islams taucht der Jude auf, diesmal in Gestalt eines Mannes aus dem Jemen, sein Name ist Abdallah ibn Saba.
Der Konflikt zwischen dem Iran und Saudi-Arabien ist der Grundkonflikt zwischen Schiiten und Sunniten. Indem er beide Länder schwächt, nützt er Israel. Obwohl vor nicht langer Zeit eine von China vermittelte Aussöhnung verkündet wurde, lässt sich prognostizieren,...
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