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Kasachstan tritt den Abraham-Abkommen bei – Symbolischer Schritt zur internationalen Normalisierung

Das zentralasiatische Land mit muslimischer Mehrheit wird offiziell Mitglied der Abraham-Abkommen, obwohl es bereits seit 1992 diplomatische Beziehungen zu Israel pflegt – Washington wertet den Beitritt als neues Momentum im Friedensprozess.

Marco Rubio, US-Außenminister, trifft sich am 12. Juni 2025 im US-Außenministerium in Washington, D.C., mit dem stellvertretenden Premierminister und Außenminister Kasachstans, Murat Nurtleu. Foto: Freddie Everett/US-Außenministerium.
Marco Rubio, US-Außenminister, trifft sich am 12. Juni 2025 im US-Außenministerium in Washington, D.C., mit dem stellvertretenden Premierminister und Außenminister Kasachstans, Murat Nurtleu. Foto: Freddie Everett/US-Außenministerium.

Das postsowjetische Kasachstan wird der nächste Staat, der den Abraham-Abkommen beitritt, teilten US-Offizielle mit. Präsident Kassym‑Jomart Tokajew von Kasachstan sprach von einer „natürlichen und logischen“ Entscheidung, während US-Vizepräsident J.D. Vance erklärte:

„Was der Präsident getan hat, ist ein Signal dafür, dass das Momentum der Abraham-Abkommen lebendig und stark ist in der zweiten Amtszeit. Es wird nicht nur Kasachstan sein, sondern auch mehrere weitere Staaten, die in den kommenden Monaten beitreten.“

Bilaterale Beziehungen und Motivation für den Beitritt

Kasachstan unterhält seit 1992 diplomatische Beziehungen mit Israel; der Botschaftsaustausch erfolgte wenige Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion. Das kommende Beitrittsabkommen gilt daher eher symbolisch – nicht primär als Normalisierung der Beziehungen. In einer offiziellen Stellungnahme zur Entscheidung hieß es:

„Unser erwarteter Beitritt zu den Abraham-Abkommen stellt eine natürliche und logische Fortsetzung des außen- und sicherheitspolitischen Kurses Kasachstans dar – gegründet in Dialog, gegenseitigem Respekt und regionaler Stabilität.“

Laut US-Regierungsquellen soll der Beitritt Kasachstans die Initiative der Abraham-Abkommen neu beleben, die durch den Krieg in Gaza in den Hintergrund getreten war. Im Weißen Haus fand anlässlich dessen ein Gipfeltreffen mit Präsident Tokajew und mehreren zentralasiatischen Staats- und Regierungschefs statt. US-Präsident Donald Trump erklärte:

„Dies ist ein bedeutender Schritt beim Brückenbauen rund um die Welt. Heute stellen sich mehr Nationen in die Reihe, um Frieden und Wohlstand durch meine Abraham-Abkommen zu umarmen.“

Strategische und wirtschaftliche Perspektiven

US-Außenminister Marco Rubio ergänzte:

„Die Abraham-Abkommen schaffen nun eine Partnerschaft, die besondere und einzigartige wirtschaftliche Entwicklung in vielen Bereichen ermöglicht – die Stärke liegt darin, dass mehrheitlich muslimische Länder und der jüdische Staat zusammenarbeiten können, um der Welt zu zeigen, dass es möglich ist.“

Kasachstan wird als Brücke zwischen Eurasien und Nahost gesehen – in wirtschaftlicher Hinsicht stehen Kooperationen in den Bereichen Technologie, Energie, Infrastruktur und kritische Rohstoffe im Fokus. Das Land möchte seine Position als wichtiger Partner Israels ausbauen und zugleich seine außenpolitische Rolle stärken.

Der Beitritt wird von Washington auch als Signal verstanden, dass die Abraham-Abkommen nicht mehr nur auf arabische Staaten beschränkt sind, die bislang noch keine Beziehungen zu Israel hatten. Vielmehr soll nun eine breitere muslimisch-staatliche Einbindung erreicht werden.

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Patrick Callahan

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