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MitgliederHosanna, Oslo-Abkommen und Trump

Die Euphorie in Jerusalem war greifbar – ein Land, das ein Jahr lang nur Tod, Schmerz und Angst kannte, hielt plötzlich den Atem an. Ausgerechnet Donald Trump, der Mann, den viele als ruppig, unberechenbar oder gar gefährlich bezeichnen, sprach Worte, die Israels kollektive Seele berührten.

US-Präsident Donald Trump spricht während einer Sondersitzung der Knesset, des israelischen Parlaments in Jerusalem, die zu seinen Ehren abgehalten wurde, am 13. Oktober 2025. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Die Rede von US-Präsident Donald Trump in der Knesset war pure Genialität. In einer meisterhaft inszenierten Ansprache verwandelte der US-Präsident die Bühne in ein Klassenzimmer für politisches Marketing. Er erschuf seine eigene Realität, verteilte strategische Anerkennung und übermittelte Botschaften, die perfekt für TikTok zugeschnitten waren. Die Methode ist simpel: eine aktuelle Geschichte in eine sich selbst erfüllende Prophezeiung verwandeln. Die Stimmung in Israel nach Trumps Rede war elektrisierend. Jubel, Tränen, Erleichterung – ein Land, das seit zwei Jahren in Schmerz, Wut und Trauer versunken war, fühlte für einen Moment wieder so etwas wie Hoffnung. Hoffnung auf ein Ende des Krieges. Alle 20 lebenden Geiseln sind wieder zu Hause. Hoffnung auf eine Wende in der Geschichte. Für einen Moment glaubte man wieder an Wunder. Doch in Israel weiß man: Euphorie ist flüchtig, und zwischen Hoffnung und Ernüchterung liegt oft nur ein einziger Tag. Auch jetzt hängt alles an einem schmalen Faden. Wird dieser neue Nahe Osten Wirklichkeit, oder wiederholt sich die alte Geschichte, in der große Visionen an der Realität zerschellen?

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Hosanna, Oslo-Abkommen und Trump”

  1. Roland Kunz sagt:

    Sehr gute Analyse, Aviel. Du verstehst es, die grossen Zusammenhänge zwischen biblischer und aktueller Realität aufzuzeigen und dabei die feinen Details einzuweben.

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