Seht, wie quer die UNO liegt. 216 Millionen Hungernde und der UN-Sicherheitsrat redet fast nur über den Gazastreifen. Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen ist in 120 Ländern aktiv, darunter 17, die offiziell als „Notstandsländer“ gelten, auch die „Palästinensischen Gebiete“. Nach UN-Angaben leben dort 5,5 Millionen Menschen, davon rund 640.000 in akuter Hungersnot. Im globalen Vergleich stehen jedoch 216 Millionen Menschen in anderen Krisenstaaten auf der Kippe. Für den Gazastreifen und das sogenannte „Westjordanland“, also Judäa und Samaria, veranschlagt das WFP in diesem Jahr 334 Millionen Dollar. Dasselbe Thema beschäftigt auch den UN-Sicherheitsrat; seit November 2023 fanden über 60 Sitzungen zum humanitären Notstand im Gazastreifen statt, mehr als dreimal so viele wie zum Sudan (19 Sitzungen), wo die Lage 38-mal mehr Menschen betrifft (24,6 Mio. Betroffene). Israels UN-Botschafter Danny Danon bringt es auf den Punkt: „Manchmal gibt es mehr als eine Debatte pro Woche für die Palästinenser.“ Ein Missverhältnis von Zahlen und Aufmerksamkeit. Aber die UNO setzt sich fast nur für den Gazastreifen ein. Kein anderes Land oder Konflikt erhielt in so kurzer Zeit eine derartige Dauerbehandlung. Warum? Weil Israel...
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