Das Verteidigungsministerium, die israelischen Streitkräfte (IDF) und die Israel Aerospace Industries (IAI) haben in der Nacht zum Dienstag um 22:30 Uhr Ortszeit den Radarbeobachtungssatelliten „Ofek 19“ erfolgreich ins All befördert. Der Start erfolgte mithilfe einer dreistufigen „Shavit“-Trägerrakete von einem Versuchsgelände im Zentrum Israels. Anwesend waren Staatspräsident Isaak Herzog, Verteidigungsminister Israel Katz, der Generaldirektor des Verteidigungsministeriums, Generalmajor a.D. Amir Baram, der Leiter der Forschungs- und Entwicklungsbehörde MAFAT im Verteidigungsministerium, Dr. Danny Gold, sowie der Generaldirektor der Israel Aerospace Industries, Boaz Levy.
Gemäß dem ursprünglichen Plan trat der Satellit nach dem Start in seine Umlaufbahn ein, begann Daten zu übermitteln und absolvierte eine Reihe erfolgreicher erster Tests. Ingenieure der Raumfahrtabteilung von MAFAT im Verteidigungsministerium und des „Space“-Werkes der Luft- und Raumfahrtindustrie führen nun die vorgesehenen Prüfungen durch, bis der Satellit in den kommenden Wochen seine volle Einsatzfähigkeit erreicht.
„Ofek 19“ wurde auf Grundlage der Erfahrungen entwickelt, die das Verteidigungsministerium und die Luft- und Raumfahrtindustrie seit 1988 mit der fortschrittlichen „Ofek“-Satellitenreihe gesammelt haben.
Das militärische Raumfahrtprogramm wird von der Raumfahrtverwaltung bei MAFAT geführt. Daran beteiligt sind verschiedene Einheiten der IDF, darunter Einheit 9900 der Nachrichtendienstdirektion sowie die Luftwaffe. Als Hauptauftragnehmer des Projekts entwickelte und baute die Israel Aerospace Industries den Satelliten und die Trägerrakete. Federführend war die Raketen- und Raumfahrtsparte mit dem „Space“-Werk, in Zusammenarbeit mit der „Elta“-Division, die die Radarnutzlast herstellte, sowie dem MLM-Werk, das die Trägerrakete entwickelte. Unterstützung kam außerdem von den Firmen Tomer und Rafael, die die Triebwerke der Rakete fertigten.
Nach Erreichen der vollen Einsatzfähigkeit wird die Verantwortung für den Betrieb des Satelliten an die Einheit 9900 übergehen – die für Geoinformationen und visuelle Aufklärung zuständige Nachrichteneinheit der IDF.
Staatspräsident Herzog verfolgte den Satellitenstart „Ofek 19“ live aus dem Kontrollzentrum:
„Ich war bewegt, den Start dieses ‚Made in Israel‘-Satelliten zu sehen. Es ist faszinierend, die außergewöhnlichen Fähigkeiten der israelischen Industrie zu erleben. Eine herausragende Arbeit von Jahren, fokussiert und mitreißend, die uns an Orte bringt, die wir uns kaum vorstellen können.
Wir sind nicht nur eine Start-up-Nation, wir sind eine Space-Nation. Israel muss im All präsent sein – dort liegt die Zukunft der Menschheit. Diese Technologie hat entscheidende strategische Bedeutung, gerade in unserer Region. Ich gratuliere der Luft- und Raumfahrtindustrie, dem Verteidigungsministerium, MAFAT, allen beteiligten Partnern. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass wir ein einzigartiges Volk sind – es gibt nichts Vergleichbares wie den Staat Israel.“




