Während sich das iranische Regime bemüht, in seiner Propaganda einen „Sieg über Israel“ zu deklarieren, zeichnen prominente Kommentatoren aus der arabischen Welt ein anderes Bild. Der Krieg gegen Israel habe einen historischen Wendepunkt markiert – nicht nur für Teheran, sondern für das gesamte regionale Machtgefüge, aber besonders für Israel. Der Krieg habe nicht Teheran gestärkt, sondern entblößt – militärisch, strategisch und ideologisch. Drei prominente Stimmen aus Jemen, Irak und den Vereinigten Arabischen Emiraten sprechen vom Zusammenbruch eines Mythos. Niederlagen, die zu Siegen erklärt werden, sind im Nahen Osten ein Muster.
Der jemenitische Analyst Hassin al-Wada’i nennt den 13. Juni 2025 den „Nakba-Tag des Iran“ – Katastrophe. Die Angriffe Israels hätten die Grundlagen der islamistischen Herrschaft erschüttert. „Milizen, die in seinem Namen kämpfen – ohne Raketenprogramm, ohne Atomprogramm – all das ist zerstört. Die Ayatollahs hatten ihre Existenz auf das Management von Krisen und Chaos aufgebaut. Diese Strategie ist krachend gescheitert.“ Besonders hebt al-Wada’i den psychologischen Bruch hervor: Mythen, die jahrzehntelang das arabische Bewusstsein dominierten, seien zusammengebrochen wie ein Kartenhaus. Darunter der Mythos...
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