Seit dem 7. Oktober 2023 wurden über 16.000 Personen, die im aktuellen Konflikt verwundet wurden, vom israelischen Verteidigungsministerium behandelt. Zusätzlich haben 8.300 weitere Personen Anträge auf Anerkennung von Verletzungen gestellt, die vor dem Krieg entstanden sind. Insgesamt betreut das Ministerium nun 78.000 Verwundete, wobei die Hälfte von ihnen unter psychischen Belastungen leidet.
Von den seit dem 7. Oktober Verwundeten sind 66 % Reservisten, 51 % im Alter zwischen 18 und 30 Jahren, und 7 % sind Frauen. Etwa 10.900 Personen erlitten physische Verletzungen, während 50 % unter psychischen Belastungen leiden, darunter 2.900, die sowohl physische als auch psychische Traumata erfahren haben. 6 % der Verwundeten haben mittelschwere und 4 % schwere Verletzungen erlitten. Bisher haben 72 Amputierte Prothesen erhalten.
Siehe auch: Seltener Einblick in die Genesung verwundeter Soldaten
Am Dienstag findet an der Universität Tel Aviv die erste internationale Konferenz der Rehabilitationsabteilung des Verteidigungsministeriums unter dem Motto „Lebenslange Partnerschaft“ statt. Experten aus über 20 Ländern werden sich über medizinische, psychologische und soziale Rehabilitationsmaßnahmen für IDF-Personal und freigelassene Geiseln austauschen, innovative Behandlungsmethoden vorstellen und persönliche Genesungsgeschichten teilen.
Das Verteidigungsministerium verfolgt einen Ansatz der „Rehabilitation vor Bürokratie“, der eine sofortige Versorgung sicherstellt, während formale Bewertungen um ein Jahr verschoben werden. Die durchschnittlichen jährlichen Kosten pro Kriegsversehrtem werden auf 150.000 Schekel (etwa 37.200 Euro) geschätzt. Mit der Prognose, dass bis 2030 etwa 100.000 Veteranen mit Behinderungen zu versorgen sein werden, verbessert das Ministerium seine digitalen Dienste, um eine langfristige Betreuung zu gewährleisten.




