Im Gazastreifen wurden über 1.350 Personen festgenommen, darunter 40 hochrangige Aktivisten und Kommandeure sowie 165 enge Vertraute führender Mitglieder von Terrororganisationen. Zusätzlich wurden 45 Personen identifiziert, die direkt an Angriffen beteiligt waren, sowie 100 Verdächtige, die über Informationen zu Geiseln verfügten. Die Verhöre von über 650 Gefangenen lieferten wichtige Erkenntnisse, die in lebensrettende Bodenoffensiven und präzise Angriffe auf Terrorziele mündeten. Der Schin Bet meldet, dass Hunderte von Zielen terroristischer Gruppen im Gazastreifen aufgrund dieser Informationen erfolgreich neutralisiert werden konnten.

Im Libanon konzentrierten sich die Operationen des Schin Bet auf die Bekämpfung palästinensischer Terrororganisationen. Insgesamt wurden 25 führende Mitglieder und Aktivisten, darunter Angehörige von Hamas, der Islamischen Gruppe und der Volksfront zur Befreiung Palästinas, eliminiert. Diese Personen waren maßgeblich an der Planung und Durchführung von Anschlägen auf israelische Ziele beteiligt.
Im sogenannten Westjordanland und in Jerusalem wurden 1.040 bedeutende Anschläge vereitelt, darunter 689 Schusswaffenangriffe, 326 Sprengstoffanschläge, 13 Messerangriffe, 9 Fahrzeuganschläge, 2 Selbstmordanschläge und ein Entführungsversuch. Die Maßnahmen führten zu einem Rückgang der Anschläge in diesen Gebieten um 40 % im Vergleich zum Vorjahr.
Innerhalb Israels wurden 20 Terrorzellen unter israelischen Arabern aufgedeckt. Fünf dieser Zellen hatten konkrete Pläne für Sprengstoff- oder Autobombenanschläge. Diese Präventivmaßnahmen halfen, innere Unruhen zu vermeiden, trotz der kriegerischen Auseinandersetzungen in den Nachbarregionen.
Das Jahr 2024 war geprägt von zahlreichen Spezialoperationen. Das gemeinsame Team von Schin-Bet- und Yamam-Kräften, bekannt als „Team Tequila“, wurde 32 Mal für kurzfristige Einsätze aktiviert. Dabei standen besonders heikle Einsätze im Vordergrund, wie die Rettung von Geiseln und die Rückführung von Leichnamen entführter Israelis.
Zu den bekanntesten Rettungsaktionen gehörte die Befreiung von Uri Magidisch, einer israelischen Geisel, die im Gazastreifen festgehalten wurde. Während der Operation wurde ein Gespräch zwischen einer Schin-Bet-Mitarbeiterin und Magidisch aufgenommen, das die Anspannung und Koordination während des Einsatzes dokumentiert.
Ein weiterer bemerkenswerter Einsatz war die Rettung der entführten Luis Har und Fernando Melman. Während der Mission, die den gefallenen Mitgliedern des Schin Bet vom 7. Oktober gewidmet war, wurden Aufnahmen der Gespräche über Funk gemacht, die die Einsatzbedingungen und die emotionale Bedeutung dieser Rettung verdeutlichen.
Der Schin Bet führte außerdem hunderte Sicherheitsoperationen in Hochrisikogebieten durch, darunter den Schutz von Regierungsvertretern und Symbolen der staatlichen Autorität in Gaza, Libanon und Syrien. Zusätzlich wurden dutzende Sicherheitsoperationen im Ausland durchgeführt, darunter zwei besondere Missionen: der Schutz der israelischen Delegation bei den Olympischen Spielen in Paris, Frankreich, und die Sicherung der israelischen Delegation beim Eurovision Song Contest in Malmö, Schweden.

Ein bedeutender Schwerpunkt lag auf der Abwehr iranischer Aktivitäten. Im Jahr 2024 wurden 13 Fälle schwerer Spionage aufgedeckt, bei denen israelische Bürger Informationen an den iranischen Feind weitergaben. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Spionagefälle um 400 %. Insgesamt wurden gegen 27 Personen Anklagen erhoben. Iranische Akteure versuchten zudem, Waffen ins sogenannte Westjordanland zu schmuggeln und israelische Bürger für Geheimdienstarbeit zu rekrutieren.
Im technologischen Bereich meldet der Schin Bet eine Verfünffachung der Cyberangriffe auf israelische Ziele. Gemeinsam mit der nationalen Cyberbehörde und der israelischen Armee wurden 700 Angriffe abgewehrt, darunter Angriffe auf kritische Infrastrukturen.




