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Belgische Vize-Premierministerin bezeichnet Pager-Anschlag im Libanon als „terroristischen“ Akt

Das Weltbild der linksextremen Politikerin sei „verdreht“, erklärte der Direktor der in Brüssel ansässigen European Jewish Association.

Libanon
Petra De Sutter. Foto: EPA-EFE/OLIVIER MATTHYS

Die belgische Vizepremierministerin Petra De Sutter bezeichnete am Mittwoch den Pager-Angriff auf Hisbollah-Aktivisten im Libanon und in Syrien vom Dienstag, der weithin Israel zugeschrieben wird, als „Terroranschlag“ und zog mit dieser Äußerung die Kritik eines prominenten Brüsseler Rabbiners auf sich.

Folker Türk, der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, schrieb in einer Erklärung, der Angriff verletze „die internationalen Menschenrechte und, soweit anwendbar, das humanitäre Völkerrecht“.

De Sutter, Mitglied der linksgrünen Partei, schrieb in ihrer Erklärung: „Ich verurteile den massiven Terroranschlag im Libanon und in Syrien, bei dem Tausende von Menschen verletzt wurden, aufs Schärfste.“

Mehrere Menschen starben und Tausende wurden verletzt, als am Dienstag mehr als 2.000 Pager gleichzeitig explodierten, was internationalen Medienberichten zufolge wahrscheinlich ein ausgeklügelter Angriff Israels auf Terroristen der Hisbollah war. Die iranische Stellvertretergruppe war aus Sorge, dass Mobiltelefone in Bezug auf den israelischen Geheimdienst zu verwundbar seien, dazu übergegangen, über Pager zu kommunizieren.

Am Mittwoch wurde eine neue Welle von Explosionen im Libanon gemeldet, bei denen angeblich von der Hisbollah benutzte Funksprechgeräte zerstört wurden.

Israel lehnte es ab, sich zu den Anschlägen zu äußern, für die es nicht die Verantwortung übernommen hat. Die Hisbollah hat geschworen, die Anschläge zu rächen.

Rabbiner Menachem Margolin, der Direktor der European Jewish Association mit Sitz in Brüssel, verurteilte De Sutters Äußerungen und bezeichnete sie als Ausdruck einer „verdrehten“ Weltsicht angesichts der zahlreichen Terroranschläge der Hisbollah gegen Zivilisten.

Margolin erklärte gegenüber JNS: „Das ist der deutlichste Ausdruck einer Doppelmoral und eines Israelhasses auf einer fundamentalen Ebene. Absurderweise wird Israel selbst dann angegriffen, wenn es Terroristen sind, die getroffen werden.“

Filmaufnahmen von den Folgen des Pager-Angriffs zeigten mehrere verletzte Männer im Militäralter. Die BBC und andere Medien berichteten von neun Todesopfern, darunter ein junges Mädchen.

Die Grüne Partei in Belgien und ihre linken Koalitionspartner erlitten bei den Parlamentswahlen am 9. Juni eine Wahlniederlage. Die Verhandlungen über eine neue Koalition unter der Führung der rechtsgerichteten Neuen Flämischen Allianz sind im Gange.

 

(JNS)

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Belgische Vize-Premierministerin bezeichnet Pager-Anschlag im Libanon als „terroristischen“ Akt”

  1. Roland Kunz sagt:

    Habe ich vielleicht die Verurteilung der Hamas nach dem 7.10.2023 durch Petra De Sutter verpasst? Oder ist Gewaltanwendung per se nur zu verurteilen, wenn sie von Israel ausgeht? Europa und seine Exponenten sind sich nicht bewusst oder wollen es nicht wissen, welche globale Bühne gerade errichtet wird.

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