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Nach Explosionen im Libanon: IDF-Chef prüft Bereitschaft in „allen Bereichen“

Israel glaubt, dass sich die Hisbollah auf einen Großangriff vorbereitet, nachdem Tausende ihrer Mitglieder verletzt und mehrere getötet wurden, als ihre Pager explodierten.

Libanon
Der Generalstabschef der israelischen Armee, Generalleutnant Herzi Halevi, leitet eine Lagebesprechung, 17. September 2024. Foto: IDF.

Der Generalstabschef der israelischen Armee (IDF), Generalleutnant Herzi Halevi, berief am Dienstagabend eine Lagebesprechung ein, die sich auf die Bereitschaft für „Angriff und Verteidigung in allen Bereichen“ konzentrierte, wie die IDF mitteilte, nachdem die Hisbollah den jüdischen Staat für die Explosionen im Libanon verantwortlich gemacht hatte, bei denen mehrere Terroristen getötet und Tausende verletzt wurden.

Halevi führte gestern Abend eine Lagebesprechung mit dem Generalstabsforum durch, dem rund 30 der ranghöchsten Kommandeure der israelischen Armee angehören, teilte die IDF mit.

„Der israelische Armeesprecher möchte klarstellen, dass es derzeit keine Änderung der Richtlinien des Heimatfrontkommandos gibt. Die Wachsamkeit muss aufrechterhalten werden und jede Änderung der Politik wird sofort aktualisiert“, heißt es weiter.

Die Hisbollah hat Israel für die Pager-Explosionen verantwortlich gemacht, bei denen am Dienstag im Libanon und in Syrien mindestens 3.000 Menschen verletzt und mindestens neun Terroristen getötet wurden.

In der Erklärung wurde gewarnt, dass „dieser verräterische und kriminelle Feind mit Sicherheit seine gerechte Strafe für diese sündhafte Aggression erhalten wird, wo immer er es erwartet oder nicht erwartet“, so die Übersetzung der libanesischen Zeitung Al Mayadeen, die mit der Terrorgruppe verbunden ist.

Rund 200 Terroristen befänden sich in 100 libanesischen Krankenhäusern in kritischem Zustand, teilte der Beiruter Gesundheitsminister Firass Abiad rund drei Stunden nach den ersten Meldungen über die Explosionen um 15.30 Uhr Ortszeit mit.

Hochrangige Hisbollah-Funktionäre sollen bei den Explosionen verletzt worden sein. Auch der iranische Botschafter im Libanon, Mojtaba Amani, sei bei einer der Explosionen verletzt worden, berichtete die halbamtliche Teheraner Nachrichtenagentur Mehr.

Die israelische Armee hat keine Stellungnahme zu dem Vorfall abgegeben, der sich nur wenige Stunden ereignete, nachdem das israelische Kabinett die Rückkehr der aus ihren Häusern im Norden vertriebenen Bürger zu den Kriegszielen des Landes hinzugefügt hatte.

Ein US-Offizieller sagte ABC News am Dienstagabend, dass die Hisbollah und der Iran wahrscheinlich Vergeltung für den mutmaßlichen Sprengstoffanschlag üben würden, es aber einige Zeit dauern könne, bis der Vorfall ausgewertet sei.

Das Heimatfrontkommando der IDF habe die lokalen Behörden über eine mögliche Eskalation an der Grenze zum Libanon informiert, betonte aber, dass es derzeit keine Änderungen der Anweisungen für die Bürger gebe.

Das israelische Verteidigungsministerium geht davon aus, dass die Hisbollah als Reaktion auf den Angriff vom Dienstag im Libanon einen Großangriff vorbereitet, berichtete der staatliche Sender KAN am Dienstagabend.

Nachdem die Hisbollah Israel beschuldigt habe, hinter den Explosionen zu stecken, sei die Alarmstufe im jüdischen Staat erhöht worden, berichtete KAN und fügte hinzu, dass das Heimatfrontkommando seinen Einsatz in der Region Haifa verstärkt habe.

Der Rettungsdienst Magen David Adom rief die Bevölkerung auf, Blut im städtischen Sportkomplex im Norden der Stadt zu spenden.

Beamte des israelischen Verkehrsministeriums diskutierten am Dienstag zudem die Möglichkeit einer Eskalation mit der Hisbollah. Die hochrangigen Beamten besprachen die Vorbereitungen im Hafen von Haifa und am internationalen Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv sowie andere Notfallszenarien.

Nach einem Bericht von KAN wurde die Alarmstufe in allen israelischen Seehäfen, einschließlich des Hafens von Eilat, erhöht.

Die vom Iran unterstützte Hisbollah greift Israel seit dem 8. Oktober fast täglich mit Tausenden von Raketen, Flugkörpern und Drohnen an. Bei den Angriffen wurden bisher mehr als 40 Menschen getötet und schwere Schäden angerichtet. Zehntausende Zivilisten sind aufgrund der Gewalt noch immer Binnenflüchtlinge.

 

(JNS)

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Patrick Callahan

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4 Kommentare zu “Nach Explosionen im Libanon: IDF-Chef prüft Bereitschaft in „allen Bereichen“”

  1. Carlos Köppel sagt:

    Hallo, ungeachtet der Opfer und Leiden …einfach aus technische Sicht betrachtet eine „tricky“ Idee. Und ohne Probleme durchführbar. Ich war selbst Anfang 2000 an Entwicklung von Halbleiter involviert, welche nach einer speziellen Verarbeitung zur Explosion gebracht werden können – mit einer Wirkung bis zum 7 fachen des bekannten TNT Sprengstoffes. Da es sich um „explosives“ Silicium handelt ist es unmöglich dies in einem elektronischen Gerät zu erkennen. Wers nicht glaubt – es wurde in Deutschland sogar in der Sendung Knoff Hoff mit Joachim Bublath seinerzeit im öffentlichen Fernsehen gezeigt – nur mit einer ganz anderen Verwendung. Grüße aus dem Schwabenländle …

  2. monika schreiber sagt:

    Fürchtet euch nicht vor ihnen; denn der HERR,
    euer Gott, streitet für euch.5. Mose 3.22

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