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Ein Zauberer mit nur einem Trick…

… aber mit einem gewaltigen Trick! In einem Land wie Israel sind sich die Menschen über vieles nicht einig, und es ist bekanntlich kein Geheimnis, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nicht unbedingt der beliebteste Mann im Volk ist.

Netanjahu
Bibi, der Zauberer. Das Bild wurde mithilfe von KI kreiert.

Er ist Israels dienstältester Regierungschef, und das kann ihm niemand im Volk nehmen, denn die Mehrheit des Volkes hat ihn und seine Partei immer wieder gewählt. Aber nach dem 7. Oktober ist Bibis Popularität gesunken. Ich weiß, dass Benjamin Netanjahu viele Fans in christlichen Kreisen im Westen hat, denn er ist ein brillanter Politiker. Doch vor allem sagt man über ihn, dass Bibi der beste Redner und Rhetoriker Israels ist. Niemand redet besser als Bibi. Und das fasziniert die Menschen im In- und Ausland.

Seine Likud-Wähler schwärmen davon, dass ein Volksführer vor allem reden müsse. „Niemand redet besser als Bibi, und ohne ihn kann man ein Volk wie Israel nicht führen und auf der Weltbühne verteidigen.“ Aber das führt automatisch zu einem Punkt im biblischen Kontext, der besagt, dass nicht das Reden das Wichtigste ist, um ein Volk zu führen, sondern der Geist Gottes. Mose konnte nicht reden, dafür hatte er seinen Bruder Aaron als Sprecher an seiner Seite.

Im Volk Israel sind nicht alle auf der Seite von Benjamin Netanjahu und sehen in ihm nur einen Regierungschef der Worte. Und so möchte ich euch ein Lied vorstellen, das ich am Wochenende im Radio gehört habe. Ich habe es für euch übersetzt, damit ihr einen kleinen Einblick bekommt, wie andere im Volk über Benjamin Netanjahu denken.

Es ist ein Lied von Dori Ben Zeev (75), ein israelischer Radiomoderator, Songwriter, Sänger, Schauspieler, Komiker, Synchronsprecher und Musikproduzent. Seit Jahren höre ich jede Woche freitags zwei Stunden vor Schabbatbeginn seine Sendung „Dori Ben Zeev zum Wochenende“ auf Radio 88. Ich liebe seine Radiosendung, die mich jeden Freitagnachmittag zum Schabbat in mein Wohnzimmer einlädt. Dori beherrscht die hebräische Sprache und weiß mit Witz, Talent und Humor mit hebräischen Wörtern und Wurzeln zu spielen. Das macht ihm niemand im Land nach. Und so reimte Dori ein Lied über einen Zauberer in einem Land, dessen Name nicht wichtig ist. Und dieser Zauberer hatte einen Trick – er wusste, wie man redet.

In einem Land, dessen Name nicht wichtig ist, landete an einem klaren Tag ein Zauberer, ein Zauberer mit nur einem Trick, aber einem gewaltigen Trick.

Der Mann wusste wie man redet, ohne etwas zu sagen! Worte, Worte schoss er ab, ohne „bösen Blick“, was für eine Show,  nicht einmal der Teufel hätte sie erschaffen.

Und wem, der fragte: „Sagt, was hat er gesagt?“, antworteten sie: „Das ist seine Größe, er hat nichts gesagt!“ Das Publikum war verblüfft: „Er ist ein gewaltiger Zauberer. Wie schafft er es, zu reden und trotzdem nichts zu sagen! Hokuspokus, Abrakadabra, mein Lieber, was für eine Sprachgewalt!“

Er redete und redete, und redete und redete, und es spielte keine Rolle, ob etwas daraus wurde, wenn er die Geschwindigkeit des Nichts brach, hörten sofort alle den Knall.

Das Volk drehte durch: „Wow, was für ein Redner“ und rief dem Ordner zu: „Wir wollen eine Zugabe“ und aus der ganzen Welt und auch von der UNO wollten sie bei ihm die Kunst der Rede lernen.

Sobald er eintrat, erhob sich sofort die gesamten Vereinten Nationen auf die Beine, um ihm Beifallsturm zu geben. Hokuspokus, Abrakadabra, mein Lieber, was für eine Sprachgewalt!

So stieg der Mann der Worte zur Größe auf, er lebte wie ein König, und seine Frau wie eine Königin, über das Bla-Bla-Bla kam niemand hinaus, bis eines Morgens der Bluff aufflog.

Zu jener Stunde bemerkten alle: Wenn man ihn braucht, verschwindet der Mann, und sich auf ihn zu verlassen, ist wie auf Spinnweben zu vertrauen, denn es gibt hier Worte, aber überhaupt keinen Menschen!

Das Publikum war verblüfft: „Wo ist der Zauberer? Derjenige, der ohne ein Wort zu sagen, eine parlamentarische Blockmehrheit hat, mit solchem Abrakadabra und solcher Sprachgewalt, wie kann es sein, dass die Lage im Land so schlecht ist?“

 

Dieses Lied hat eine Moral, dass zwischen einem Führer und einem Zauberer immer noch ein Unterschied besteht, dass ein Zauberer immer ein Ass aus dem Ärmel ziehen kann, aber dann besteht kein Unterschied mehr zwischen einem Land und einem Zirkus.

In einem Land, dessen Name nicht wichtig ist, landete an einem klaren Tag ein gewaltiger Zauberer, ein Zauberer mit nur einem Trick, aber einem gewaltigen Trick, er wusste zu sprechen, ohne etwas zu sagen!

Auch wenn ihr vielleicht nicht damit einverstanden seid, wie Dori über Bibi geschrieben hat, ohne seinen Namen zu nennen, ist es eine Tatsache im Volk, dass die Menschen es nicht mehr ertragen können, was Benjamin Netanjahu sagt und tut – selbst unter seinen eigenen rechten Likud-Wählern.

About the author

Patrick Callahan

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7 Kommentare zu “Ein Zauberer mit nur einem Trick…”

  1. Jeanôt Cohen sagt:

    Traurig! Statt zusammen zu stehen, so übereinander herfallen, genau durch solche verhalten fühlt sich die Hisbollah, Hamas und andere sich überlegen. Vielleicht sogarczurecht. Wann steht ihr endlich zusammen, und wendet sich Haschem zu. Wie viel muss denn Haschem noch zulassen, bis ihr zu IHM zurück kehrt?! Wieviel noch¿

  2. marie.luise.notar sagt:

    Du musst innewerden und erfahren, was es für Jammer und Herzeleid bringt, den HERRN, deinen Gott, zu verlassen und mich nicht zu fürchten.
    Jeremia 2,19

  3. Daniel Leon sagt:

    Als Autor und Publizist, der viel über Israel schreibt und in einem nicht unbedeutenden geistlichen Werk in Deutschland arbeitet, das ausdauernd für Israel betet, würde ich mir einmal einen Artikel wünschen, der beschreibt, WARUM Benjamin N. so sehr gehasst wird.
    Denn meiner Beobachtung nach erfährt er den gleichen Hass von woken Linken, die auch einen Trump, eine AfD, eine Le Pen, einen Wilders, kurz jeden konservativ-patriotischen Politiker dämonisieren. Das, was Bibi schaffen muss, ist die Quadratur des Kreises: Die Hamas schlagen (und ja, die Nazis konnten auch militärisch besiegt werden!), UND die Geiseln retten. Da diese aber die Lebensversicherung von Hamas sind, werden sie, je mehr sie in die Defensive geraten, je weniger bereit sein, diese letzte Sicherheit aufzugeben.
    Ein Gantz, Lapid etc. hätten sich m.E. schon längst dem Willen des Westens zum Appeasement gebeugt. Also bitte wieder auf das Niveau von Israel-Heute zurückkommen, und faktische Begründungen schreiben …

    • Havershalom sagt:

      Dankeschön Daniel Leon für diesen Kommentar.
      Es wird auf dieser Erde immer so sein, dass der gleiche Hass, von woken Linken und deren verschiedensten Anhängern, auf alles was vom normalen Menschenverstand nach deren Ideologie abweicht, bekämpft wird.
      Selbst in sogenannten Kirchen und Gemeinden sind die oft lautesten Schreihälse gegen eine konservative Partei, die ganz klar auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gegründet ist, zu hören. Die politische Berichterstattung der Regierung in der „Lückenpresse“ ist inzwischen stark manipulierend auf deren Ziehle ausgerichtet. Viele sind schon darauf hereingefallen. Die DPA berichtet und sehr viele plappern das fast gleiche nach.

  4. Daniel Leon sagt:

    … und nein, ich bin kein ‚Bibi-Jünger‘, und ich erwarte von ihm nicht das Heil, aber ich denke, er ist der richtige Mann für die richtige Zeit. Also, bitte handfeste Argumente, keine Meinungen und kein Raunen, die mir als Deutschem erklären, warum Bibi so dämonisiert wird!

  5. Daniel Leon sagt:

    … und ich kenne die Verschwörungstheorie, Bibi verlängere den Krieg, um weiter im Amt zu bleiben. Das ist ungerecht und falsch. Er macht die Drecksarbeit, und viele neiden ihm dies. ‚Wohl dem Volk, das Gerechtigkeit liebt …‘

  6. Peter Wyss sagt:

    Lieber Aviel, Ich bete (mit meiner Frau Kathi) täglich für Israel, und ich schätze deine Meinungsäusserungen in den meisten Fällen. Aber hier geht es mir wie Jeannôt, Marie-Luise & Daniel (oben 1-5): Es mag belustigend sein, wie man den Gegner poetisch-schlau beschreibt – aber hilfreich?? Vielmehr interesseiert mich (geistlich), inwieweit Bibi N. bei seinen Entscheidungen „im Willen Gottes handelt“ oder eben nur „in eigener Kraft & Autorität“. Der Allmächtige steht zu Israel & zu Seinem Wort. Sein Geist stellt er Seinen Bündnispartnern zur Verfügung – aber hören sie auch wirklich auf IHN? Lassen sie sich führen & zusammen führen?

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