Am Morgen des 7. Oktober wurde der Kommandeur der IDF-Einheit 217, die gemeinhin als „Duvdevan“ (hebräisch für „Kirsche“) bezeichnet wird, von seinem Freund, dem Kommandeur für den Personalbereich im Südkommando, geweckt.
„Bring alles mit, was du hast“, wurde ihm gesagt.
Duvdevan ist eine Anti-Terror-Einheit, die für ihre verdeckte Arbeit unter der arabischen Bevölkerung bekannt ist. Sie ist auch eine der besten Kampftruppen der IDF.
Doch selbst die Duvdevan-Kommandos waren von dem, was sie an jenem schwarzen Schabbat in der Hölle des Gazastreifens erwartete, überrascht.
In einem Interview mit Channel 14, das er diese Woche von seinem neuen Kommandoposten in einem erbeuteten Haus tief im Herzen von Khan Yunis aus führte, erinnert sich Oberst D. daran, wie er an jenem Morgen in Kfar Aza ankam und sofort von 40 schwer bewaffneten Hamas-Terroristen begrüßt wurde. Er und seine Männer kämpften drei Tage lang, um das Gebiet von den Hamas-Kräften zu befreien, und bereiteten sich dann auf die unausweichliche Invasion des Gazastreifens vor.
Während dieser Zeit brachte seine Frau eine Tochter zur Welt. „Am dritten Tag der Kämpfe riefen sie mich an, um mir einen Lagebericht zu geben, und beendeten den Anruf mit den Worten: ‚Herzlichen Glückwunsch, du hast eine Tochter‘. Ich setzte mich auf den Bürgersteig, erhob meine Augen zum Himmel und sprach mit mir selbst und mit dem Schöpfer. Dann ging es zurück in den Krieg.“

Seit seiner Ankunft in Gaza berichtet er von ununterbrochenen intensiven Kämpfen: „Aus nächster Nähe kommen Terroristen aus den Tunnelschächten, feuern Panzerfäuste ab und zünden Sprengsätze. Wir befinden uns in einem direkten Nahkampf“.
An einer Stelle des Gesprächs wird Oberst D. gefragt, wie er das, was mit Israel geschah und geschieht, interpretiert. Er antwortet: „Es wird eine Zeit der Not für Jakob sein“, und zitiert Jeremia 30:7. Aber die Passage schließt mit der Aussage, dass „er daraus gerettet werden wird“.
Für Oberst D. kommt es jetzt darauf an, wie er sich inmitten dieser biblischen Ereignisse verhält. „Ich frage mich, wie ich in dieser Situation helfen kann. Und es geht nicht nur um mich, sondern um die ganze Einheit“, betont er. „Wir sind so lange hier, wie es nötig ist. Unsere Aufgabe ist es, den Feind zu besiegen. Vorwärts zum Sieg.“




