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Tacheles mit Aviel – Die Geduld mit Israel verweht im Winde

Tacheles, offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Wie in der Natur, so kann sich auch in der Politik der Wind drehen.

Pro-palästinensische Kundgebung in Genf, Schweiz, am 16. Dezember 2023 Foto: EPA-EFE/SALVATORE DI NOLFI

In den sozialen Medien sind in den letzten Wochen dreimal mehr Artikel gegen Israel erschienen als Artikel für Israel. Wie düster dieser Diskurs im Internet und besonders in den sozialen Netzwerken geworden ist, zeigt eine Analyse des israelischen Unternehmens Media Intelligence Group, MIG. Erklärt wird das geopolitische Phänomen mit der Natur: Warum ändert der Wind seine Richtung? Die warmen Luftmassen steigen nach oben und saugen die kühle und schwere Luft über dem Meer an. Der Wind weht vom Meer zur Küste. Über Nacht ändert der Wind seine Richtung, denn das Wasser speichert die Wärme länger als das Land, zudem ist auch die Luft darüber noch wärmer und steigt auf. Dann dreht sich der Wind und weht vom Land zum Meer. Solcherlei Regeln gibt es auch in der Politik. In den ersten Tagen hatte die Welt wegen der Gräueltaten noch höfliches Mitleid mit Israel, denn immerhin sind die Einwohner Israels ja auch nur Menschen. Aber dann wurde über Nacht das Leid der Palästinenser im Gazastreifen wärmer und heißer. Der Wind drehte sich, und damit die Politik gegen Israel. Als Kitesurfer und Redakteur weiß ich ein wenig sowohl über Meereswind als auch Wind in der Politik.

83 Prozent der Beiträge im Netz zum Thema Krieg richten sich mittlerweile gegen Israel. Auf den großen Nachrichtenseiten im Ausland werden dreimal mehr Artikel veröffentlicht, die Israel in einem negativen als in einem positiven Licht darstellen. Die Geduld mit Israel schwindet. Das war vorauszusehen, das haben wir gesagt, denn das ist immer so. Die Weltöffentlichkeit hat schlicht vergessen, was am 7. Oktober in Israel passiert ist, und hört nur noch die palästinensische Stimme.


Alarmierend ist eine kürzlich erschienene dramatische Umfrage (The Harris Poll – Harvard), wonach mehr als die Hälfte der jungen Menschen in den USA eine neue Lösung für Israel sehen: Das Land Israel solle den Palästinensern übergeben werden. 51 Prozent der Amerikaner im Alter von 18 bis 24 Jahren gaben an, dass die Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts tatsächlich das Ende des Staates Israel sein wird. 60 Prozent von ihnen halten den Terrorüberfall der Hamas am 7. Oktober für gerechtfertigt und machen Israel für einen Völkermord verantwortlich. Die Hälfte von ihnen unterstützt die Hamas.

Seit dem 7. Oktober wird in den Netzwerken über den Krieg Israels mit der Hamas berichtet. Die absolute Mehrheit der Beiträge in sozialen Netzwerken und der Artikel in den großen internationalen Medien richtet sich dabei gegen Israel. Nach Angaben des Unternehmens MIG AI wurden seit dem 7. Oktober insgesamt 1,9 Millionen Beiträge geschrieben, die Likes, Shares und Kommentare im Zusammenhang mit Israels Krieg „Eiserne Schwerter“ erhalten haben. Von diesen richteten sich mehr als 1,5 Millionen Beiträge gegen Israel, also eine absolute Mehrheit von 83 Prozent. Nur 9 Prozent der Beiträge sprachen sich für Israel aus, während 8 Prozent neutral waren. Diese Beiträge erhielten insgesamt 4,3 Milliarden Likes, Shares und Kommentare.


In den sozialen Netzwerken waren viele Erscheinungsformen von Antisemitismus, antiisraelischer Propaganda und der Verbreitung von Fake News gegen Israel zu beobachten“, erklärt Jonatan Hasidim, CEO von MIG. „Darüber hinaus entstanden Narrative über die Existenz Israels. Ein Terrorstaat, der Völkermord begeht und vorsätzlich Kinder und Bürger tötet. Das ist ein wichtiger Punkt, denn viele Menschen, vor allem junge Menschen, werden in den sozialen Netzwerken vom Diskurs rund um den Krieg beeinflusst und ihm ausgesetzt.“

Die Berichterstattung, die Israel auf den Nachrichtenseiten erhielt, ist ausgewogener, aber die negative internationale Stimmung überwiegt – für jeden Artikel, der Israel in einem positiven Licht darstellte, wurden etwa drei Artikel geschrieben, die Israel in einem negativen Licht darstellten. Von den rund 372.000 Artikeln, die auf Webseiten mit über einer Million Zugriffen pro Monat zum Thema Krieg veröffentlicht wurden, waren 64 Prozent neutral, 28 Prozent waren gegen Israel und 8 Prozent waren für Israel. Aber in Bezug auf die 64 Prozent muss erwähnt werden, dass diese Israels Existenz für die Zukunft nur in einer Zweistaatenlösung sehen und Israels Existenzrecht im biblischen Kernland Judäa und Samaria nicht anerkennen. Die führenden Medienunternehmen, die über Israel berichteten, waren die argentinische Nachrichtenseite Infobae, die britische Nachrichtenseite Daily Mail Online, die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti, die internationale Nachrichtenagentur Reuters und die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Agency.

Journalisten sehen die Zerstörung, die Hamas-Terroristen am 7. Oktober 2023 im Kibbutz Kfar Aza nahe der Grenze zwischen Israel und Gaza im Süden Israels angerichtet haben, am 2. November 2023. Foto: Arie Leib Abrams/Flash90

„Zu Beginn des Krieges schien es, dass sich die internationalen Medien mehr auf die Veröffentlichung der von der Hamas begangenen Gräueltaten am 7. Oktober konzentrierten. Doch schon nach kurzer Zeit drehte sich die Berichterstattung und konzentrierte sich auf Israels Zerstörung und Bombardierung des Gazastreifen“, unterstrich Hasidim gegenüber N12. „Mit dem Fortschreiten der massiven Bodenoffensive und der Veröffentlichung von Schäden an Zivilisten und Kindern nahm auch die Berichterstattung mit der negativen Stimmung und damit der Delegitimierung der Aktivitäten der israelischen Armee in Gaza zu.“ Die positiv gestimmte Berichterstattung war geprägt von Verweisen auf persönliche Geschichten der entführten und ermordeten Israelis, die die Brutalität der barbarischen Hamas hervorgehoben haben. Nachrichtenseiten berichteten ausgewogener und informativer als der Diskurs in den sozialen Netzwerken, der eindeutig zugunsten von Gaza und Hamas ausgerichtet war.

Deswegen ist der Mediendienst von Israel Heute in diesen Tagen noch wichtiger als je, denn wir berichten darüber, was im Land Sache ist, wir sind nicht neutral und objektiv, aber ehrlich und verantwortlich gegenüber unseren Feinden. Übrigens, auch Gott war in seiner Berichterstattung in der Bibel nicht neutral und objektiv, sondern immer auf der Seite Israels.

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Patrick Callahan

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5 Kommentare zu “Tacheles mit Aviel – Die Geduld mit Israel verweht im Winde”

  1. Havershalom sagt:

    „…Von diesen richteten sich mehr als 1,5 Millionen Beiträge gegen Israel, also eine absolute Mehrheit von 83 Prozent. Nur 9 Prozent der Beiträge sprachen sich für Israel aus, während 8 Prozent neutral waren. Diese Beiträge erhielten insgesamt 4,3 Milliarden Likes, Shares und Kommentare.“

    An solchen Zahlen lässt sich ablesen/erkennen wie „die Welt“ dem Vater der Lüge auf den Leim geht. Leider sind darunter auch viele sog. Christen und christliche Gemeinden die sich in die Irre führen lassen.

  2. Andrew Manner sagt:

    Wen interessiert die Politik, die Diplomatie und die social Media Nachrichten.
    Alles nur ein Winhauch voller fake, Lügen und Heuchelei.
    Gott hasst Heuchelei!
    Gott ist auf der Seite Israels und wird die IDF-Soldaten zum Sieg führen.
    Die Nationen (inkl. US, F, UK, und DE u.a.) machen sich währenddessen lächerlich an ein paar Terroristen aus Jemen. Statt die militärische Infrastruktur und die Terrorkrieger der Huthis auszuradieren, wird herumgerätselt wie man das ganze am Schreibtisch oder handy (politisch-diplomatisch) lösen kann. Diese Satelliten-Schergen des Iran lachen sich kaputt über US und EU.

    Der HERR möge einen Simson oder David nach Jemen senden!

  3. Andreas Johannson sagt:

    Was will man erwarten von einer Welt die nicht an Gott glaubt?!

    Die Aussagen der drei Uni Direktorinnen in den USA machen es sehr deutlich…

    Ich habe eher die Befürchtung das Israels Regierung sich auf irgendwelche schlechten Deals einlässt. Die Welt wird Israel leider niemals lieben. Das die deutsche Bundesregierung sich dann auch noch in der UNO gegen Israel positioniert mit Enthaltungen geht für mich gar nicht!

  4. Roland Kunz sagt:

    An diesen Entwicklungen können wir erahnen, bzw. immer klarer erkennen, wie die Endzeit vorankommt. Ein Generalthema in den Endzeitaussagen von Jesus ist der Aufruf: „Lasst euch nicht verführen“. Wir sehen gerade wie parteiische Medien falsche Spuren legen mit realitätsfremden Berichten und verblendete, hasserfüllte Aktivisten in den sozialen Medien erfolgreich Unwahrheiten verbreiten. In beiden Fällen werden leicht beeinflussbare (vielleicht labile oder gutgläubige) Menschen ohne Zugang zu faktenechten Quellen regelrecht verführt. Der Verführung verfallen am ehesten jene Menschen, welche kein tragfähiges Fundament haben, jene, welche sich nie mit den biblischen Aussagen zur Endzeit befasst haben und mit dem Begriff des auserwählten Volkes nichts anfangen können.

  5. Barbara Ziehmer sagt:

    Ich schäme mich, da Deutschland in der UN keine Position für Israel einnimmt. Wenn es darauf ankommt sind die ganzen Reden von Freundschaft, Verantwortung und Staatsräson nichts wert.
    Danke liebe Redaktion, dass ihr uns die Information aus Israel gebt.
    Ich kann mich meinen Vorredner nur anschließen. Der HERR weiß, wer auf Seiner Seite steht, wer zu Seinem Volk hält.
    Möge Gott Sein Volk trösten, stärken und bewahren. Im Gebet vereint sende ich meine herzlichen Grüße nach Israel.

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