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Tacheles mit Aviel – Eine „zweite Nakba“ passiert

Tacheles – offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Was jetzt im Gazastreifen vorgeht, versucht das Hamasregime in den Medien zu verstecken. Aber dank sozialer Netzwerke kommt die dreckige Wahrheit im Gazastreifen ans Licht.

Gazastreifen
Karikatur über die Abwanderung junger Palästinenser aus dem Gazastreifen

Junge Palästinenser fliehen in Massen aus dem Gazastreifen und dokumentieren dies in sozialen Medien. Eine palästinensische Karikatur der Hamasgegner kommt auf den Punkt und vergleicht die palästinensische „Nakba“ der israelischen Staatsgründung von 1948 mit der zweiten palästinensischen „Nakba“ 2023, die wegen des brutalen Hamasregimes im Gazastreifen stattfindet. In beiden Fällen sind die Palästinenser aus Palästina geflohen, damals wegen der Juden und diesmal wegen der palästinensischen Hamas. Ein neues Flüchtlingsproblem der Palästinenser. Wer ist in diesem Fall für das Rückkehrrecht der Palästinenser verantwortlich – Israel oder Hamas?

Viele der jungen Generation in Gaza sehen keine Zukunft unter der Schreckensherrschaft und tun alles, um anderswo eine Chance auf ein neues Leben zu bekommen. Palästinensischen Quellen zufolge haben bereits Zehntausende Palästinenser Visumsanträge für die Türkei eingereicht. Die wirtschaftliche Lage in Gaza verbessert sich unter dem Hamasregime nicht und jeden Tag erkennen mehr junge Palästinenser, dass sie in dem dicht besiedelten Landstreifen, der von einer Terrororganisation kontrolliert wird, keine Zukunft haben. In den sozialen Medien berichten die jungen Menschen, wie und warum sie aus dem Gazastreifen fliehen und ihr Glück woanders suchen. Die Massenmigration nimmt zu und die Hamas kann das nicht mehr verleugnen. Die Türkei erteilt jedem interessierten Palästinenser ein Einreisevisum und dagegen kann die Hamas nicht mehr tun, als die Zahl auf 400 Visa pro Tag zu beschränken.

Post auf Telegram:  Auswanderung aus Gaza: Laut Fatah-nahen Quellen wurden Bewohner des Gazastreifens verletzt, als sie in der Schlange vor dem Büro für die Visaerteilung in die Türkei festsaßen.

 

Nakba bedeutet auf Deutsch Katastrophe oder Unglück. Der Begriff bezeichnet die Flucht von rund 700.000 arabischen Palästinensern aus dem ehemaligen britischen Mandatsgebiet Palästina, die Israel wegen seiner Staatsgründung 1948 vorgeworfen wird. Nach palästinensischen Angaben haben in den letzten Jahren etwa 350.000 junge Menschen den Gazastreifen verlassen, so eine Schätzung der palästinensischen Behörden in Ramallah. Das ist die Hälfte derer, die während des Unabhängigkeitskrieges vor 75 Jahren aus ihren Heimatdörfern geflohen sind.

 

Zudem berichten verschiedene Blogger, palästinensische wie auch israelische, dass sich eine Reihe junger Menschen, denen es nicht gelungen ist, den Gazastreifen zu verlassen, das Leben genommen hat. Im August berichteten Fatah-Quellen, dass allein in zehn Tagen von etwa 15 Selbstmorden im Gazastreifen zu berichten war. In den 16 Jahren, seit die Hamas die Kontrolle über den Gazastreifen übernommen hat, sind 12 Prozent der Bevölkerung aus dem Gazastreifen geflohen. Dies geht aus einer Studie hervor, die von einer mit der Terrorgruppe verbundenen Organisation veröffentlicht wurde.

Post auf Telegram:

Die Migration junger Menschen aus dem Gaza-Streifen:

Die sozialen Netzwerke des Gazastreifens werden mit Videos über die Migration junger Menschen aus dem Gazastreifen überflutet. Das beigefügte Video trägt einen Titel:

Bringt euren Kindern bei, dass der Weg zum Erfolg über den Grenzübergang Rafah führt …

 

Das Hamasregime ist von der deutlichen Zunahme der Veröffentlichungen über die Migration junger Palästinenser aus dem Gazastreifen sehr beunruhigt. „Bei der Zahl der Menschen, die über den Grenzübergang Rafah nach Ägypten abreisen und zurückkehren, gibt es keine Veränderung und die Zahl entspricht dem Jahresdurchschnitt“, erklärte die Hamasbehörde am Grenzübergang. Um den jungen Palästinensern die Abreise in die Türkei noch schwerer zu machen, wurden die Visa-Ausstellungsbüros für die Türkei im Gazastreifen stark reduziert.

Zudem droht das Hamasregime im Falle  der Veröffentlichung falscher Statistiken über die Zahl fliehenden Palästinenser über den Grenzübergang Rafah mit Strafen, aber wer die Zahlen veröffentlicht, sind oft Palästinenser außerhalb des Gazastreifens. Was jedoch oft zu sehen ist, sind Videos von jungen Palästinensern, die sich am Grenzübergang bei Rafah in Tränen von ihren Eltern und Geschwistern verabschieden, oder Filme unterwegs auf Booten von der Türkei nach Griechenland.

Post auf Telegram: Migration aus dem Gazastreifen in vier Stufen

Die Migration junger Palästinenser aus dem Gazastreifen läuft in vier Stufen ab:

  1. Mit dem türkischen Visum beginnt die offizielle Ausreise über den Grenzübergang Rafah via Sinai nach Kairo.
  2. In der zweiten Etappe buchen sie einen Flug von Ägypten in die Türkei. Ein Teil der jungen Palästinenser bleibt in der Türkei, aber ein Großteil will nach Europa und das ist die
  3. dritte Stufe und die gefährlichste. Sie fliehen mit Schmugglerbooten von der Türkei nach Griechenland.
  4. Die vierte und letzte Stufe ist das Ziel: das europäische Griechenland gilt als Sprungbrett in die feinen und noblen europäischen Länder wie Deutschland, Holland, England und alles andere drumherum.

Außerdem kostet das gesamte Fluchtpaket aus dem Gazastreifen via Kairo, Türkei bis nach Griechenland die jungen Palästinenser oft Tausende Euros. Ein florierendes Geschäft für die Schmuggler.

Das Widersprüchliche daran ist allerdings, dass diese jungen Palästinenser wegen des Terrorregimes im Gazastreifen geflohen sind, dann aber überall in Europa öffentlich gegen Israel demonstrieren. Ich kenne keine palästinensische Demo in Europa, in der sich junge Palästinenser versammeln und gegen ihr eigenes Hamas-Regime postieren, obwohl sie ja deshalb aus dem Gazastreifen geflohen sind.

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Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Tacheles mit Aviel – Eine „zweite Nakba“ passiert”

  1. Andrew Manner sagt:

    …Ich kenne keine palästinensische Demo in Europa, in der sich junge Palästinenser versammeln und gegen ihr eigenes Hamas-Regime postieren

    Sehr guter Kommentar, Aviel!
    Und es stimmt, bei uns in DE, sind Palästinenser mittlerweile mehr angesehen als die jüdischen Mitbürger.
    Und keiner beachtet, daß die Palästinenser im Grunde nur ein Spielball des Irans u.a. islamischer Kräfte sind, die sich gegen Israel richten

  2. Roland Kunz sagt:

    Die Flucht der „Palästinenser“ 1948 war meines Wissens mehrheitlich deswegen zustande gekommen, weil sie von arabischen „Brüdern“ aufgefordert wurden, ihre Gebiete kurz zu verlassen, bis die jüdischen „Eindringlinge“ vernichtend geschlagen worden sind. Wie wir wissen, hat dieser angestrebte Vernichtungskrieg glücklicherweise nicht zur Auslöschung der jungen Israelischen Nation geführt. Aber die Behauptung der Vertreibung der Palästinenser durch die Juden hält sich hartnäckig in den Medien, insbesondere auch wegen der immer noch schwelenden Forderung des Rückkehrrechts.

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