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„Es ist alles meine Schuld“, sagt Israels Premierminister Bennett

Nachdem der Austritt der Koalitionsvorsitzenden seine Regierung in Gefahr gebracht hat, will der israelische Regierungschef einen stärker nationalistischen Kurs einschlagen

Premierminister Naftali Bennett Foto: Ohad Zwigenberg/POOL

Premierminister Naftali Bennett gelang das scheinbar unmögliche, indem er linksextreme, zentristische, rechte und sogar eine islamische Partei zusammenbrachte, um Israels derzeitige Einheitsregierung zu bilden.

Viele meinen jedoch, dass er sich dafür zu sehr an die anderen Parteien angenähert hat, während er seine eigene rechtsgerichtete Partei Jamina und deren Wählerschaft vernachlässigt hat. Und jetzt zahlt er den Preis dafür.

Idit Silman, die Vorsitzende der Koalition, ist letzte Woche überraschend zur Opposition übergelaufen, und es gibt Gerüchte, dass weitere Abgeordnete von Jamina dasselbe tun könnten. In einer Erklärung an die Medien sagte Silman, sie könne die Aushöhlung der zionistischen Ideale und Werte durch die derzeitige Regierung nicht länger ertragen.

Siehe: „Netanjahu war geschockt, aber ich bin mit mir im Reinen“

Bei einem Arbeitstreffen in dieser Woche räumte Bennett Berichten zufolge ein, dass seine Vernachlässigung von Jamina und der rechten Wählerschaft zugunsten des Zusammenhalts seiner zerstrittenen Koalition Schuld an der Situation sei.

„Wir haben viel erreicht, aber die Strategie hat am Ende nicht funktioniert“, zitierte ihn Channel 12 News. „Die Verantwortung liegt letztendlich bei mir. Jetzt müssen wir darüber nachdenken, wie wir das Problem beheben können.“

Obwohl Bennett der erste religiöse Premierminister Israels und ein bekannter Verfechter des jüdischen Siedlungsbaus ist, hatte er bei der Führung der Koalition einen eher zentristischen Ansatz gewählt. Das kam bei seinen eigenen Parteikollegen nicht gut an, zumal die linken Parteien der Koalition weiterhin an ihren ideologischen Positionen festhielten.

Silman wies auf dieses Phänomen hin, indem sie darauf hinwies, dass Bennett in letzter Zeit den Begriff „Westjordanland“ für das biblische Kernland von Judäa und Samaria verwendet hat.

Und was hat Bennett jetzt vor?

Laut Channel 12 beabsichtigt er, in Zukunft einen stärker nationalistischen Ton anzuschlagen. Das wird natürlich die Risse in der Koalition nur noch weiter verschärfen und könnte ihr Ende beschleunigen.

 

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Patrick Callahan

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