Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Samstagabend in einer landesweit ausgestrahlten Ansprache bekräftigt, dass der Krieg gegen die Hamas fortgesetzt werde, bis alle Ziele erreicht seien.
„Unser Krieg ist noch nicht vorbei“, erklärte Netanjahu. „Wir werden diesen Krieg nicht beenden, bevor wir die Hamas zerstört, alle unsere Geiseln zurückgebracht und sichergestellt haben, dass Gaza nie wieder eine Bedrohung für Israel darstellt.“
Zu Beginn seiner Rede gedachte Netanjahu des in Nordgaza gefallenen Soldaten G’haleb Alnasasra und wünschte den verwundeten Soldaten eine rasche Genesung. „Das gesamte Volk Israel verneigt sich vor seinem Heldentum“, sagte er. „Wir befinden uns in einem Erlösungskrieg an sieben Fronten. Er fordert einen hohen Preis, aber wir kämpfen um unser Überleben – bis zum Sieg.“
Bis jetzt wurden insgesamt 196 Geiseln zurückgebracht – 147 von ihnen lebend. Nach israelischen Angaben befinden sich derzeit noch 24 Geiseln am Leben in Gaza, während 35 Geiseln offiziell für tot erklärt wurden.
Netanjahu enthüllte außerdem, dass die Hamas kürzlich einen Vorschlag abgelehnt habe, der zur Freilassung der Hälfte der noch lebenden Geiseln hätte führen können. Stattdessen habe die Terrororganisation darauf bestanden, ihre Herrschaft im Gazastreifen zu sichern.
Der Ministerpräsident wies die Forderungen nach einem Waffenstillstand entschieden zurück und betonte, dass Israel keine Bedingungen akzeptieren werde, die es der Hamas erlaubten, sich neu zu bewaffnen. „Wenn wir uns dem Diktat der Hamas beugen, senden wir allen unseren Feinden die Botschaft, dass die Entführung von Israelis zum Sieg führt“, warnte er. „Eine solche Kapitulation wäre eine strategische Niederlage für Israel und ein großer Sieg für den Iran.“
Er unterstrich sein langjähriges Engagement, den Iran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern. „Ich werde nicht nachgeben. Nicht einmal einen Millimeter“, sagte er. Kritiker, die seine harte Linie früher abgelehnt hätten, sähen sich nun eines Besseren belehrt: „Ohne unser Handeln hätte der Iran bereits vor zehn Jahren Atomwaffen gehabt.“
Abschließend kritisierte Netanjahu inländische Medien und Kommentatoren, die indirekte Verhandlungen oder vorübergehende Waffenruhen mit der Hamas befürworten. „Sie wiederholen die Propaganda der Hamas und verlängern die Gefangenschaft unserer Geiseln“, sagte er.
Am Ende seiner Ansprache – kurz vor dem Gedenktag für Israels Gefallene und dem Unabhängigkeitstag – schlug Netanjahu einen entschlossenen Ton an:
„Gemeinsam werden wir stehen. Gemeinsam werden wir kämpfen. Und mit Gottes Hilfe werden wir gemeinsam siegen.“





Netanjahu spricht:
„Gemeinsam werden wir stehen. Gemeinsam werden wir kämpfen. Und mit Gottes Hilfe werden wir gemeinsam siegen.“
Kann ein Volk, dass seinen Messias nicht erkannt hat, mit Gottes Hilfe Rechnen?
NoI
@ Norbert Schlesinger
Das ist eine ziemlich merkwürdige Frage, man könnte sie als Kennzeichen eines christlichen Antisemitismus interpretieren.
Gott hat unabhängig von der Messias-Frage, aber aufgrund der Gottlosigkeit der Israeliten ihre Zerstreuung in alle Welt durch mehrere Propheten angekündigt und schliesslich durch die Römer vollzogen. Aber die zweiteilige Prophezeiung (z.B. in Jeremia 23.3) zeigt, dass sich Gott des auserwählten Volkes auch wieder erbarmt und dieses zurück in die angestammte Heimat bringt, was 1948 Realität wurde. In Jeremia 23, 3 heisst es: Und ich will die Übriggebliebenen meiner Herde sammeln aus allen Ländern, wohin ich sie verstoßen habe, und will sie wiederbringen zu ihren Weideplätzen, dass sie fruchtbar sein sollen und sich mehren. Ohne Gottes Hilfe gäbe es heute keine jüdische Nation Israel und schon gar nicht am Ort des biblisch verheissenen Landes Israel. Jeder entwickelte Quadratmeter jüdischen Bodens in Israel und jeder aus der Diaspora zurück gekehrte Jude ist Zeugnis der Hilfe Gottes an diesem Volk.
Es ist mir schleierhaft, wie man darauf kommen kann, dass das auserwählte Volk nicht mit Gottes Hilfe rechnen können sollte. Sind wir Christen besser, als das jüdische Volk unseres jüdischen Erlösers? Am auserwählten Volk zeigt uns Gott, wie er an seinen Geschöpfen – von diesen unverdient – Gnade walten lässt. Das sollte uns nicht überheblich, sondern im Gegenteil demütig machen.