Wird hier Holocaust-Geschichte verändert?

von Shalom Pollack

Versucht Israels wichtigstes Shoah-Gedenkmuseum, die Rolle des Mufti herunterzuspielen?

Das Foto des Palästinenserführers Haj Amin el Husseini, der sich mit Hitler trifft, ist sehr bekannt und ein wichtiger Teil der Geschichte des Holocausts, insbesondere im Land Israel. Foto: Public Domain

Israels wichtigstes Holocaust-Gedenkmuseum Yad Vashem wurde kürzlich öffentlich gegeißelt, weil es ein großes und berühmtes Foto entfernt hatte, das Adolf Hitler bei einem Treffen mit seinem im Judenhass Verbündeten, dem antisemitischen Mufti von Jerusalem Haj Amin el Husseini, zeigt. Heute kann man, wenn man gut sucht, in einer dunklen Ecke des Museums einen kleinen Abzug von Himmler und Husseini finden. Die große Mehrheit der Museumsbesucher sieht es nie, und auch die örtlichen Yad Vashem-Museumsführer wissen nichts davon. Ich habe viele von ihnen gebeten, mich dorthin zu begleiten. Sie konnten oder wollten es nicht.

Der judenhassende Mufti von Jerusalem, Haj Amin el Husseini, bekannt als Vater des „palästinensischen Volkes“ (wie Arafat ihn nannte), wurde zum Ehrengeneral der SS ernannt, da er viele Tausend muslimische Soldaten für Hitler ausbildete. Seine Truppen bewachten Züge, die Juden in die Vernichtungslager brachten. Er intervenierte sogar einmal, um einen Deal zu verhindern, der eine Zugladung jüdischer Kinder gerettet hätte.

Kritiker halten die Entscheidung über die Entfernung des Fotos für politisch motiviert und für eine Anbiederung an bestimmte arabische Empfindlichkeiten nach der radikalen und abrupten Wende in Israels Haltung gegenüber den „Palästinensern“ nach Oslo (1993).

Yad Vashem behauptet offiziell, dass dies nur ein sehr kleiner Teil der Geschichte des Holocaust sei und daher keine große Aufmerksamkeit verdiene.

Ferner wird behauptet, dass das neue Museum (2005) auf die Opfer und nicht auf die Täter ausgerichtet sei. Daher sei der winzige Platz für den palästinensischen SS-General und sein Foto mit Hitler entfernt worden. (Es gibt jedoch große Wände voller großer Fotos von deutschen Tätern.)

Abgesehen davon, dass sich das Museum in Jerusalem befindet und der Mufti Hitlers Vertreter im Nahen Osten war, handelt es sich hier um den Mann, der 1929 das schreckliche Massaker in Hebron und im ganzen Land anzettelte und Hitler verschiedene Vernichtungsprojekte vorschlug.

Eines davon war der Bau von Konzentrationslagern im israelischen Dotan-Tal, wobei er auf die erfolgreiche Afrika- und Nahostkampagne des Dritten Reichs setzte, um die Endlösung auf die Juden im Nahen Osten und in Israel auszuweiten. Zu ihrem Pech und zum Glück für die Juden Israels wurden die Deutschen in der Schlacht von El Alamein besiegt.

Diese plötzliche Rettung vor der Massenvernichtung war ein modernes Purim-Wunder, das als solches anerkannt und nicht aus unserer Geschichte verdrängt werden sollte.

Die Holocaust-Bilanz des Mufti und sein anhaltender Einfluss auf Judenhasser im gesamten Nahen Osten und insbesondere im Land Israel dürfen nicht beschönigt oder vertuscht werden. Das sind wir der Geschichte und unserem Volk für alle kommenden Generationen schuldig.

Um die Sache noch viel schlimmer zu machen, bestreitet Yad Vashem, dass es jemals ein Foto von Hitler und Husseini in Yad Vashem gab. Ein ehemaliger hochrangiger Vertreter von Yad Vashem hat zwar zugegeben, das berühmte Foto gesehen zu haben, aber kurz nach diesem Eingeständnis hat er seine Aussage widerrufen! Diese eklatante und beschämende Vertuschung wirft die Frage auf: Warum?

Sie fordert auch zum Handeln auf: Stellt das Foto wieder aus!

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