Was Europäer und Palästinenser gemeinsam haben

von Karni Eldad

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat Recht mit ihrer Aussage, dass der Antisemitismus die Gesellschaft weiterhin vergiftet.

| Themen: Palästinenser, Europäische Union
Der palästinensische Premierminister Mohammad Shtayyeh empfängt die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen am 14. Juni 2022 in Ramallah Foto: Flash90

(JNS) „Der Antisemitismus ist nicht beseitigt“, sagte die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen bei einem Besuch in Israel in der vergangenen Woche. „Er vergiftet immer noch unsere Gesellschaften. … Es ist eine neue Bedrohung, aber es ist das gleiche alte Übel. Jede neue Generation muss Verantwortung übernehmen, damit die Vergangenheit nicht wiederkehrt.“

Siehe: Die Charmeoffensive der EU

Von der Leyen hat absolut recht. Im Laufe der Jahre wird das „alte Übel“ immer raffinierter, vor allem wenn Regierungen und Kommissionen beteiligt sind und nicht gehirngewaschene Einzelpersonen mit kahlgeschorenen Köpfen.

Leider ist es für Antisemiten keine Option mehr, Juden in Viehwaggons zu verladen. Stattdessen haben sie sich entschieden, raffinierter vorzugehen und auf diese Weise einige humanitäre Punkte zu sammeln.

Das Gift, auf das sich Von der Leyen bezog, gehört zweifellos zu ihrer täglichen Routine, ebenso wie die von 26 der 27 Vertreter der europäischen Mitgliedstaaten im Europäischen Parlament. Woher ich das weiß? Weil sie unmittelbar nach Von Der Leyens Äußerungen nach Ramallah reiste, wo sie mit dem Ministerpräsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mohammad Shtayyeh, zusammentraf. Der Premierminister war prompt erstaunt, als die Präsidentin der Europäischen Kommission ihm mitteilte, dass das für die Palästinensische Autonomiebehörde vorgesehene Hilfspaket der EU in Höhe von 225 Millionen Euro (237 Millionen Dollar) wieder zur Verfügung gestellt werden würde.

Warum war Shtayyeh so erstaunt? Weil dieses Hilfspaket im April 2021 auf Eis gelegt worden war, nachdem aufgedeckt wurde, dass der Lehrplan der Palästinensischen Autonomiebehörde zwei Bücher enthält, die zur Gewalt gegen Juden aufrufen, einschließlich Aufrufen zum Mord an Israelis. Diese Bücher stehen immer noch auf der Liste der Bücher, die palästinensische Eltern ihren Kindern zu Beginn eines jeden Jahres kaufen. Shtayyeh rechnete nicht mit einer Verlängerung des Hilfspakets, da er davon ausging, dass Von der Leyens Besuch bestenfalls eine Gefälligkeit war.

Siehe: EU streicht Gelder für antisemitische palästinensische Schulbücher

Lassen Sie sich nicht täuschen, das massive Hilfspaket wurde nicht trotz der Tatsache verlängert, dass die Palästinenser antisemitische Bücher nicht aus ihrem Lehrplan entfernt haben, sondern gerade deswegen.

Der Wunsch der Palästinenser, Juden zu ermorden, deckt sich mit der gleichen Neigung der Europäer. Von der Leyen hatte Recht, dass der Antisemitismus quicklebendig ist und die Gesellschaft nach wie vor vergiftet. Es besteht kein Zweifel, dass sie und diejenigen, die sie vertritt, eine massive Entgiftung brauchen, aber die Chancen, dass dies geschieht, sind sehr, sehr gering.

 

Karni Eldad ist Journalist, Kolumnist und Redakteur.

Dieser Artikel wurde ursprünglich von Israel Hayom veröffentlicht.

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