(JNS) Sudan, einer der ursprünglichen Unterzeichner der Abraham-Abkommen neben den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Marokko, ist derzeit kein aktiver Teilnehmer mehr an dem Abkommen. Der Verlauf des Bürgerkriegs wird darüber entscheiden, ob das Land die Normalisierung mit Israel wiederherstellen kann, in einen islamistischen autoritären Herrschaftsmodus zurückfällt oder gar zu einem an Iran ausgerichteten Stellvertreter am Roten Meer wird.
Sudans Verhältnis zu Israel veränderte sich nach dem Zusammenbruch der islamistischen Diktatur. Unter einer zivil geführten Übergangsregierung, die den Abraham-Abkommen aufgeschlossen gegenüberstand, entstand kurzzeitig Hoffnung, doch die Normalisierung kam im Zuge des Bürgerkriegs rasch zum Erliegen. Die Zukunft der Beziehungen zu Israel hängt nun davon ab, ob Sudan eine islamistische Renaissance abwehren und vermeiden kann, Teil von Irans expandierender regionaler Achse zu werden.
Über Jahrzehnte hinweg positionierte sich Sudan als Frontstaat der Ablehnung Israels und schloss sich Irans regionaler Agenda an. Die „Drei Nein“ von Khartum aus dem Jahr 1967 – kein Frieden, keine Anerkennung, keine Verhandlungen – prägten die...
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