MitgliederWie Schiiten von Freunden zu Feinden wurden

Historisch misstrauisch gegenüber den Palästinensern, gelang es dem Iran, Schiiten in den panarabischen Krieg gegen Israel hineinzuziehen.

von Rami Dabbas |
Foto: Moshe-Milner/GPO

Vor einigen Monaten strahlte der arabischsprachige israelische Fernsehsender Mako einen Dokumentarfilm mit dem Titel „Krieg ohne Namen“ über die militärische Intervention Israels im Libanon aus. Es wurden Menschen im Südlibanon gezeigt, die israelische Soldaten mit Rosenblättern überschütteten, als sie während des verheerenden Bürgerkriegs in das Land kamen.

Damals lebte der Südlibanon unter der Fuchtel von Jassir Arafat und seiner Koalition palästinensischer militanter Fraktionen, die das Gebiet als Abschussrampe für Terrorangriffe gegen Nordisrael nutzten. Israel sah sich zu Vergeltungsmaßnahmen gezwungen und fügte den Bewohnern des Südlibanons dadurch Schaden zu.

Gegen die Palästinenser im Libanon kämpfte auch die Amal-Bewegung, eine schiitisch-muslimische Miliz, die in ihren Anfangsjahren israelische Streitkräfte nicht angriff. Vielmehr konzentrierte sie sich weiterhin darauf, die palästinensischen Gruppierungen aus dem Südlibanon zu vertreiben. Dies ist einer der Gründe dafür, dass die Bewohner der Region sich frei fühlten, die Israelis willkommen zu heißen, denn selbst ihre eigenen schiitischen Milizionäre schienen nicht gegen die Intervention zu sein. Als Amal seinen „Krieg...

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