In diesem Video spricht Nahost-Experte und Israel-Heute-Korrespondent Dr. Edy Cohen mit Revona, einer syrischen Alawitin, die seit über zwei Jahrzehnten in Deutschland lebt und als erste Frau ihrer Gemeinschaft offen nach Israel gereist ist. Ihr Blick auf Syrien, Europa und den Nahen Osten verbindet persönliche Erfahrung mit analytischer Schärfe – und eröffnet Einblicke, die im westlichen Diskurs kaum vorkommen.
Revona beschreibt, wie Minderheiten wie Alawiten, Drusen und Christen nach dem Machtverlust des Assad-Regimes zunehmend unter den islamistischen Milizen leiden, die große Teile Syriens kontrollieren. Sie berichtet von Angst, Zwang, willkürlichen Festnahmen, dem Zusammenbruch jeder staatlichen Ordnung und einer Realität, in der selbst Kinder traumatisiert werden, weil Symbole neuer Machthaber für sie Gewalt und Verlust bedeuten.
Gleichzeitig kritisiert sie die westliche Blindheit gegenüber diesen Entwicklungen. Während in Syrien Massaker an Minderheiten stattfinden, reisen europäische Politiker in von Extremisten beherrschte Gebiete, ohne die Lage der Betroffenen auch nur zu erwähnen. Diese Diskrepanz erschüttert besonders jene Syrer, die sich – wie Revona – in Deutschland integriert haben und die europäischen Werte eigentlich verinnerlicht sehen.
Das Gespräch beleuchtet auch die Reaktionen auf ihre Israel-Reise: In Syrien erhielt sie erstaunlich viel Respekt, während in Deutschland Teile der arabischsprachigen Community mit Ablehnung reagierten. Am Ende richtet sie zwei klare Botschaften: eine an die Alawiten, sich nicht an Erniedrigung zu gewöhnen – und eine an die Deutschen, die sich ihrer eigenen Werte und der tiefgreifenden Veränderungen im Land bewusst werden sollten.
Ein eindrucksvolles Gespräch über Identität, Mut, Bedrohung und die wachsende Kluft zwischen westlicher Wahrnehmung und nahöstlicher Realität.




