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Wenn Himmelsrichtungen Politik verraten

Jeder Mensch geht seinen Weg, hat seine Richtung. Dasselbe kann man auch von einem Volk sagen, es gilt auch für Israel. Wie Richtungen auf Ziele im Leben weisen, so weisen auch Himmelsrichtungen auf Ziele.

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Jeder Mensch geht seinen Weg, hat seine Richtung. Dasselbe kann man auch von einem Volk sagen, es gilt auch für Israel. Wie Richtungen auf Ziele im Leben weisen, so weisen auch Himmelsrichtungen auf Ziele. Norden, Süden, Westen und Osten – man muss navigieren können und Orientierungssinn haben, um ein Ziel auch tatsächlich zu treffen, es sei im Leben, in der Natur oder in der Politik.

Aus der Geschichte erfahren wir, dass die Haupt-Himmelsrichtungen für Gedanken standen, für Ideen. Während man sich heute am Nordpol orientiert, war im biblischen Zeitalter die maßgebliche Ausrichtung diejenige mit dem Gesicht gen Osten, denn im Osten geht die Sonne auf. Kedma (קדמה) steht im hebräischen Bibeltext für Osten und bedeutet vorwärts oder vorne. Der Sonnenaufgang schafft einen neuen Tag, symbolisiert Start und Hoffnung. Licht verdrängt die Dunkelheit, und der Mensch liebt das Licht. Der Sonnenaufgang, der Osten, bestimmte die Richtungen.

In Jesaja 9,11 steht geschrieben, dass „die Syrer von vorn (Kedma) und die Philister von hinten (Achor) fraßen“. Also die Syrer vom Osten her und die Philister vom Westen am Meer. In der Bibel wird die westliche Richtung als „hinten“ beschrieben, denn mit dem Gesicht gen Sonnenaufgang hat man den Westen naturgemäß hinter sich. Deshalb wird das Mittelmeer als das hintere Meer bezeichnet: „Vom Libanon und dem Euphrat Strom bis an das hintere (westliche) Meer soll euer Gebiet reichen.“ (5. Mose 11,24) An anderer Stelle heißt es: „Und das ganze Land Juda bis zum hinteren Meer.“ (5. Mose 32,2) Von Israel aus gesehen geht die Sonne immer im hinteren Meer unter. Die Sonne verschwindet hinter dem Mittelmeer-Horizont und Dunkelheit schleicht ein.

Norden und Süden stehen für Links und Rechts. In Psalm 89,12 heißt es in den deutschen Bibeln „Norden und Süden, du hast sie erschaffen.“ Im hebräischen Bibeltext steht: „Norden und rechts (jamin), du hast sie erschaffen“. Rechts ist folglich die Gegenrichtung zum Norden, der somit links ist und auf Hebräisch Semol (שמאל) heißt. Der Prophet Hesekiel (16,46) beschreibt die benachbarten Königreiche nicht gemäß Himmelsrichtungen, sondern mit links und rechts. „Und deine größere Schwester ist Samaria mit ihren Töchtern, die zu deiner Linken wohnt; und deine Schwester, die kleiner ist als du, und die zu deiner Rechten wohnt, ist Sodom mit ihren Töchtern.“ Samaria liegt nördlich von Sodom am Toten Meer.

Die Bibel verrät uns auch die politische Bedeutung von rechts und links. Abraham beschloss, sich von Lot zu trennen und schlug ihm vor: „Trenne dich doch von mir! Willst du zur Linken, so will ich mich zur Rechten wenden, und willst du zur Rechten, so will ich mich zur Linken wenden.“ (1. Mose 13,9) Aus dem Vers verstehen wir, dass Abraham in den Süden zog. Ihre Gesichter gen Osten gewandt, wählte Lot die wasserreiche Jordanebene, und Abraham machte sich deswegen in den Süden, nach Hebron, auf. Die Jordanebene um das Tote Meer liegt nördlich von Hebron und daher können wir festlegen, das Lot nach links gezogen war und Abraham nach rechts. Lot bestimmte und wählte mit seinen Augen Land, Richtung und Zukunft. Abraham vertraute Gott und war mit dem Süden und dem „nach rechts“ zufrieden. Das formte die Idee und den Unterschied zwischen Links und Rechts. Linke Ideologie fundiert auf Logik, auf dem, was das Auge sieht, und rechte Ideologie legt das Vertrauen auf Gott. Linke Politik ist eher humanistisch, rechte Politik biblischer. Daher meinen Rabbiner und Likudwähler, dass das Wort des Propheten Jeremia (1,14) „Vom Norden wird das Unglück über Israel losbrechen“ anders zu verstehen sei. Das Unglück über das Land kommt von einer linken Regierung.

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Wenn Himmelsrichtungen Politik verraten”

  1. Havershalom sagt:

    „Daher meinen Rabbiner und Likudwähler, dass das Wort des Propheten Jeremia (1,14) „Vom Norden wird das Unglück über Israel losbrechen“ anders zu verstehen sei. Das Unglück über das Land kommt von einer linken Regierung.“

    Ein Beispiel ist die jetztige Regierung in der Bundesrepublik Deutschland. Alles was gute Werte hat wird durch die linke Ideologie systematisch zerstört.

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