Der Vorwurf wird jedes Jahr aufs Neue erhoben. Manchmal erregt er weltweit Aufsehen, manchmal aber auch nicht.
In den so genannten Oslo-Abkommen hat sich Israel verpflichtet, die Palästinensische Autonomie mit 29 Millionen Kubikmetern Wasser pro Jahr zu versorgen. Eine Untersuchung der Organisation NGO Monitor im letzten Jahr ergab, dass Israel tatsächlich fast doppelt so viel Wasser liefert, nämlich 57 Millionen Kubikmeter. Die Untersuchung zeigte auch, dass Israel dieses Wasser an die Palästinenser mit einem finanziellen Verlust liefert. Der Kubikmeter kostet die israelische Wasserversorgungsfirma Mekorot 4,16 Schekel, während von den Palästinensern nur 2,85 Schekel verlangt werden. Israelis zahlen übrigens 8,89 Schekel.
Aber das genügt den Palästinensern nicht. Sie stehlen weitere Millionen Kubikmeter Wasser, indem sie Mekorot-Wasserpipelines anzapfen. Im Laufe der Jahre haben israelische Behörden über 30.000 Kilometer Wasserleitungen konfisziert, die genutzt wurden, um Wasser zu stehlen. Es wird geschätzt, dass dies lediglich etwa 15 Prozent der illegalen Wasserleitungen waren.
Das Problem ist so schwerwiegend geworden, dass Mekorot inzwischen nicht mehr alle jüdischen Ortschaften genügend beliefern kann....
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