78 Jahre nach ihrer Versenkung ist die Altalena vor der israelischen Küste wiederentdeckt worden. Das Schiff und sein Schicksal gehören zu den dramatischsten Kapiteln der frühen Geschichte des Staates Israel. Im Juni 1948 eskalierte der Konflikt zwischen der von David Ben-Gurion geführten Regierung und dem Irgun unter Menachem Begin. Am Ende wurde die Altalena von israelischen Kräften beschossen und versenkt.
Aviel Schneider und Dov Eilon sprechen darüber, wie es überhaupt zu dieser Konfrontation zwischen Juden kommen konnte und warum Menachem Begins Verhalten in diesen entscheidenden Stunden eine besondere Bedeutung hatte. Trotz der Eskalation verhinderte er, dass der Konflikt in einen innerjüdischen Bürgerkrieg mündete.
Doch die Geschichte der Altalena führt unmittelbar zu einer aktuellen Frage: Wie geht Israel heute mit seinen inneren Konflikten um?
Vor den kommenden Wahlen ist die israelische Gesellschaft politisch und gesellschaftlich tief gespalten. Regierung und Opposition, rechts und links sowie religiöse und säkulare Israelis stehen sich in vielen Fragen zunehmend unversöhnlich gegenüber. Aviel Schneider und Dov Eilon diskutieren, warum die Frage der nationalen Versöhnung dennoch kaum im Mittelpunkt des politischen Wahlkampfs steht.
Dabei geht es auch um die Prioritäten der israelischen Gesellschaft und darum, welche Themen die Menschen derzeit tatsächlich beschäftigen. Die Altalena wird so zum Ausgangspunkt für eine Diskussion über Israels Vergangenheit, die gegenwärtige politische Spaltung und die Frage, was das Land aus seiner eigenen Geschichte lernen kann.
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