Unruhen in Jerusalem nach Beerdigung eines auf dem Tempelberg verletzten Muslims

Der Verstorbene hatte sich bei dem Versuch, sich der Verhaftung zu entziehen, durch einen Sturz verletzt. Zuvor hatte er Steine auf die israelische Polizei geworfen.

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Tempelberg
Palästinenser tragen den Sarg von Walid al-Sharif während seiner Beerdigung auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee in der Jerusalemer Altstadt. Foto: Jamal Awad/Flash90

 Im Osten Jerusalems und in der Altstadt kam es am Montagabend zu schweren Ausschreitungen nach der Beerdigung von Walid al-Sharif, einem Palästinenser, der bei Zusammenstößen auf dem Tempelberg vor einigen Wochen verletzt worden war. Walid hatte Steine auf die Polizei geschleudert und war dann gestürzt, als er versuchte, sich der Verhaftung zu entziehen, so die israelische Polizei.

Ein großes Polizeiaufgebot des Jerusalemer Distrikts und der Grenzpolizei ging gegen die Randalierer vor. Diese versuchten, die Polizei unter anderem mit Steinen, Betonblöcken, Flaschen, anderen schweren Gegenstände sowie Feuerwerkskörper anzugreifen.

„Während und am Ende der Beerdigung kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen, auch auf dem Friedhof selbst. Sechs Polizeibeamte wurden leicht verletzt; zwei von ihnen mussten sich medizinisch behandeln lassen“, so die Polizei in einer Erklärung.

Nach Angaben des Roten Halbmonds wurden 37 Palästinenser verletzt und 10 ins Krankenhaus eingeliefert.

Bei den Ausschreitungen wurden mehrere Autos beschädigt und eine Reihe von Passanten in der Gegend angegriffen, so die Polizei weiter.

Palestinian Muslims wave Hamas flags while attacking Israeli police and Jewish worshippers from atop the Temple Mount in Jerusalem.Palästinensische Muslime schwenken Hamas-Fahnen, während sie vom Tempelberg in Jerusalem aus israelische Polizisten und jüdische Gläubige angreifen. Bild: Jamal Awad/Flash90

Krisenherd: Tempelberg

Angesichts aller anderen Ereignisse in der Welt – die COVID-19-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und Israels aufkeimende Beziehungen zur arabischen Welt insgesamt – waren die Palästinenser in letzter Zeit eher in den Hintergrund getreten.

Es scheint, als müssen sie dringend die Aufmerksamkeit der Welt auf ihre Kampagne gegen Israel lenken, die traditionell eine übertriebene globale Aufmerksamkeit genießt.

Und was wäre da besser geeignet, als die Spannungen an dem Ort neu zu entfachen, von dem sogar die Bibel sagt, dass er ein Stolperstein für die Völker sein würde?

Siehe: Wer sich „Auf dem Platz seines Throns“ breitmacht

Israels Gegner werden sagen, dass die derzeitige Welle von Konfrontationen damit begann, dass jüdische Extremisten drohten, Pessach-Lämmer auf dem Tempelberg zu opfern, als der jüdische Feiertag letzten Monat mit dem Ramadan zusammenfiel.

Zunächst einmal sagt die Tatsache, dass eine jüdische gottesdienstliche Handlung (selbst wenn sie auf anstößige Weise praktiziert wird) als Rechtfertigung für Gewalt angesehen wird, so ziemlich alles aus, was man über diesen Konflikt wissen muss.

Tatsache ist jedoch, dass es sich bei denjenigen, die die Pessachopfer wieder einführen wollten, um eine winzige Randgruppe handelt. Die israelische Regierung hatte nie die Absicht, ihrem Vorhaben zum Erfolg zu verhelfen.

Dass damit die muslimischen Massen so erfolgreich aufgehetzt wurden, zeigt nur, dass die Palästinenser einen Vorwand gesucht und gefunden haben, um den Tempelberg, Jerusalem und die Region in Brand zu setzen, in der Hoffnung, die Augen der Welt wieder auf das Heilige Land zu richten.

Funktioniert hat es jedenfalls.

 

*Mit Berichten von JNS*

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