Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird am Mittwoch auf „dringende Bitte“ des israelischen UN-Botschafters Danny Danon zusammenkommen, um über die von der Hamas im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln zu beraten.
Dem Gesandten zufolge ist dies das erste Mal seit dem Angriff vom 7. Oktober, dass der Sicherheitsrat zu einer offiziellen Beratung über das Thema zusammentritt.
Die Hamas hält derzeit 101 Geiseln fest, darunter 97 der 251 Geiseln, die am 7. Oktober gefangen genommen wurden.
„Es ist eine Schande, dass es elf Monate und die brutale Hinrichtung von sechs Geiseln durch Hamas-Terroristen gebraucht hat, bis der Rat endlich diese Diskussion einberufen hat“, twitterte Danon am Dienstagmorgen und bezog sich dabei auf die Leichen der Entführten, die am Samstag aus einem Tunnel in Rafah geborgen wurden.
Following my urgent request, the UN Security Council will finally convene on Wednesday for the first time since the October 7 massacre to hold an official discussion on the hostages.
It is a disgrace that it has taken the Council 11 months and the brutal execution of six…
— Danny Danon 🇮🇱 דני דנון (@dannydanon) September 3, 2024
„Ich danke den Vertretern der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und Frankreichs für die Einberufung dieser Sitzung. Der Sicherheitsrat muss diese Nazi-ähnliche Terrororganisation unmissverständlich verurteilen und die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Geiseln fordern“, fuhr er fort.
Die drei Länder gehören neben China und Russland zu den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats. Zehn nichtständige Mitglieder werden von der Generalversammlung für eine zweijährige Amtszeit gewählt.





Auf der Pressekonferenz der Vereinten Nationen am Mittwoch wurde deren Sprecher Stephane Dujarric gefragt, dass angesichts der Tatsache, dass die Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrats seit 18 Jahren auf dem Tisch liegt und der Libanon und die Hisbollah sich weigern, sie umzusetzen, welche Partei dann noch übrig ist, dies zu tun?
„Diplomatie braucht Zeit“, antwortet Dujarric. Wie lange will die UN noch bei dem Geiseldrama zusehen – auch 18 Jahre und länger ???