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Trump: Iran darf keine Atomwaffe haben – „die sind verrückt“

US-Präsident Donald Trump begründet seine harte Haltung gegenüber Teheran – die Verhandlungen stecken im Sumpf.

US-Präsident Donald Trump am 15. Mai 2026 auf dem South Lawn des Weißen Hauses. Foto: Eric Lee/EPA/Pool

Starke Worte von US-Präsident Donald Trump: Der Iran dürfe keine Atomwaffe besitzen – weil das Regime „verrückt“ sei. Das sagte Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News, das am Freitag ausgestrahlt wurde.

Anlass waren die festgefahrenen Atomverhandlungen zwischen Washington und Teheran. Trump beschrieb, wie die iranische Seite immer wieder Zusagen machte – und sie am nächsten Tag wieder zurückzog. „Wir hatten wirklich den Rahmen eines Deals: Der Iran sollte sein Atomprogramm aufgeben und uns das angereicherte Uran übergeben. Und jedes Mal, wenn wir uns geeinigt hatten, war es am nächsten Tag so, als hätte dieses Gespräch nie stattgefunden. Das ist schon etwa fünfmal passiert. Mit denen stimmt etwas nicht. Die sind eigentlich verrückt – und deshalb können sie keine Atomwaffe haben“, so Trump.


Trump zeigte sich trotz allem zuversichtlich: „Die Straße von Hormus wird geöffnet, sie werden keine Atomwaffe haben, und die Welt wird weitergehen.“ Auf die Frage, ob Washington Irans „Schmerztoleranz“ unterschätzt habe, antwortete er: „Ich habe nichts unterschätzt. Wir haben sie unglaublich hart getroffen.“ Er betonte, die USA hätten bewusst Infrastruktur wie Brücken und Stromversorgung geschont – diese könnten „in zwei Tagen“ vollständig zerstört werden.

Auf dem Rückflug von seinem Besuch in China an Bord der Air Force One erklärte Trump, er sei bereit, einem 20-jährigen Einfrieren des iranischen Atomprogramms zuzustimmen – jedoch nur unter einer Bedingung: „Das Niveau der Garantien von ihrer Seite muss ein echtes 20-jähriges sein.“ Den iranischen Gegenvorschlag zur Beendigung des Konflikts soll Trump bereits nach dem ersten Satz abgelehnt haben. Es sei „ein inakzeptabler Satz“ gewesen, sagte er gegenüber Fox News, ohne Details zu nennen.


Hintergrund: Teherans Antwort kam – und enttäuschte

Die USA hatten auf eine iranische Reaktion auf ihren Vorschlag gewartet: Teheran sollte sein Lager an hochangereichertem Uran ins Ausland transferieren und auf Urananreicherung für einen längeren Zeitraum verzichten. Als die Antwort schließlich kam, enthielt sie keinerlei Nuklearzugeständnisse, wie Times of Israel berichtete. Stattdessen forderte der Iran zunächst einen dauerhaften Waffenstillstand und die Öffnung der Straße von Hormus und bot an, das Atomprogramm erst danach zu besprechen. Trump nannte die Antwort auf Truth Social „völligen Müll“.

Dabei hatte der Iran in seinem 14-Punkte-Papier, das über pakistanische Vermittler übermittelt wurde, durchaus Bewegung gezeigt: Teheran erklärte sich bereit, das Atomprogramm innerhalb von 30 Tagen zu besprechen, und signalisierte die Bereitschaft, einen Teil des Urans ins Ausland zu schicken, wie The New Arab berichtete. Aber die Bedingungen – vollständige Sanktionsaufhebung, Ende der Seeblockade, Garantien gegen erneute Angriffe – gingen Washington zu weit.

US-Energieminister Chris Wright hatte erst vergangene Woche vor dem Kongress erklärt, der Iran sei „erschreckend nah“ daran, Uran auf waffenfähiges Niveau anzureichern – nur noch „Wochen“ davon entfernt. Trump hatte bereits zuvor klargemacht, die USA würden sich gegenüber dem Iran „friedlich oder anderweitig“ durchsetzen.

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Patrick Callahan

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