Wie der öffentlich-rechtliche israelische Rundfunksender KAN berichtet, wird das israelische Verhandlungsteam trotz der Spannungen mit der Hisbollah im Norden des Landes nach Kairo reisen. Der Sender beruft sich dabei auf einen namentlich nicht genannten hochrangigen israelischen Beamten.
Der Delegation gehören Mossad-Direktor David Barnea, Ronen Bar, Direktor des israelischen Sicherheitsdienstes, und IDF-Generalmajor a.D. Nitzan Alon, Leiter der Abteilung für vermisste und gefangene Soldaten, an.
Eine ausländische Quelle teilte der israelischen Nachrichtenagentur mit, es sei noch unklar, wie sich der Raketen- und Drohnenangriff der Hisbollah auf die Verhandlungen am Sonntag auswirken werde.
(Laut Al-Madayeen, dem Medienorgan der Hisbollah, hat die vom Iran unterstützte Terrorgruppe ihren Angriff für Sonntag beendet und als Erfolg bezeichnet. Israel erklärte, den Angriff erfolgreich verhindert zu haben).
Die israelische Regierung hat ihre Bemühungen zur Befreiung der verbleibenden 109 Geiseln betont, die von der Hamas bei ihrer Invasion im Süden Israels am 7. Oktober gefangen genommen worden waren.
„Dies ist eine nationale Mission von höchster Bedeutung“, sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am 18. August.
„Bisher hat sich die Hamas völlig uneinsichtig gezeigt. Sie hat nicht einmal einen Vertreter zu den Gesprächen in Doha geschickt. Deshalb muss der Druck auf die Hamas und [Hamas-Führer Yahya] Sinwar ausgeübt werden, nicht auf die israelische Regierung“, fügte er mit Blick auf die Entscheidung der Terrorgruppe hinzu, keinen Vertreter zur letzten Runde der Waffenstillstandsgespräche zu schicken.
Die Hamas-Delegation soll am Samstag in Kairo eingetroffen sein.
(JNS)




