Die Sicherheitsbehörden Aserbaidschans haben einen geplanten Terroranschlag auf die israelische Botschaft in Baku vereitelt. Der Vorfall liegt bereits einige Monate zurück, wurde jedoch erst jetzt bekannt – einen Tag nach dem Besuch von Außenminister Gideon Sa’ar in Aserbaidschan, der einer großen Wirtschaftsdelegation vorstand.
Der Sicherheitsdienst nahm drei aserbaidschanische Staatsbürger fest, die aus religiöser Feindseligkeit heraus einen Terroranschlag auf die israelische Botschaft in Baku vorbereiteten. Die drei wurden festgenommen, als sie sich dem Gebäude der israelischen Botschaft in Baku näherten.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um Guliyev Ilgar Ilham oglu (Jahrgang 2000), genannt „Abu Zar al-Muhajir“, Piriev Amin Alshad oglu (Jahrgang 2005), genannt „Abdurashid“, sowie Alizadeh Elvin Sanan oglu (Jahrgang 2005), genannt „Abdurrahman al-Azeri“.
Nach Angaben des Staatssicherheitsdienstes unterhielten die drei kriminelle Kontakte zu Mitgliedern der Terrororganisation Islamic State Khorasan Province (IS-K). Als konspirative Gruppe beschafften sie Gegenstände, die als Waffen für einen Terroranschlag auf die Botschaft eines ausländischen Staates in der Republik dienen sollten, und wurden von Sicherheitskräften festgenommen, als sie sich dem Bereich der Botschaft näherten.
Der aserbaidschanische Sicherheitsdienst sprach zunächst allgemein von einer „ausländischen Botschaft“. Nach Informationen der Nachrichtenplattform Ynet handelt es sich dabei um die israelische Botschaft.
Die drei Verdächtigen sollen wegen Vorbereitung eines Terroranschlags aus religiöser Feindseligkeit durch eine konspirative Gruppe unter Einsatz von als Waffen dienenden Gegenständen angeklagt werden. Ein Gericht verlängerte ihre Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.
In den vergangenen Jahren haben die Sicherheitsdienste Aserbaidschans mehrfach Terroranschläge auf die israelische Botschaft vereitelt.




