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„Sündhaftes Lächeln“ – Warum die arabische Welt wieder in Aufruhr über Israel ist

Präsident Herzog hat mit seiner bloßen Anwesenheit einen Sturm in der arabischen Welt ausgelöst. Was das über die Aussichten auf eine weitere Normalisierung aussagt.

Illustration. Araber demonstrieren gegen eine Normalisierung mit Israel.
Illustration. Araber demonstrieren gegen eine Normalisierung mit Israel. Foto: Flash 90

Die Abraham-Abkommen waren nicht nur auf diplomatischer Ebene erfolgreich, sondern auch bei der Förderung der Koexistenz zwischen Israel und einigen arabischen Bevölkerungsgruppen. Das Schlüsselwort hier: Einige. Die anderen sind offenbar nach wie vor entschiedene Feinde des jüdischen Staates.

Ein bloßes Lächeln genügte, um die arabischen Massen in dieser Woche in Aufruhr zu versetzen, als es den Anschein hatte, dass sich ihre Vertreter ein wenig zu sehr mit Israels Präsident Isaac Herzog anfreundeten.

Herzog hält sich derzeit auf der Sinai-Halbinsel auf, um an der UN-Klimakonferenz (COP 27) teilzunehmen, an der Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt teilnehmen, auch aus dem Nahen Osten.

Am Montag stellten sich die Staats- und Regierungschefs zu einem Gruppenfoto auf, wobei Herzog in der Nähe der Präsidenten von Tunesien und Libanon positioniert wurde. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wurde die tunesische Premierministerin Najla Bouden dabei beobachtet, wie sie sich nicht nur mit Herzog unterhielt, sondern den israelischen Präsidenten sogar anlächelte!

 

In den arabischen sozialen Medien herrschte große Empörung.

„Dieses Lächeln ist sündhaft! Ich hoffe, Sie haben ihn nicht eingeladen, Tunesien zu besuchen“, wetterte ein libanesischer Journalist.

Weit und breit wurde die Sorge geäußert, dass das kurze freundschaftliche Gespräch den Beginn einer Normalisierung zwischen Israel und Tunesien einläutete. Viele forderten, dass Tunesiens Präsident Kais Saied Bouden wegen Hochverrats anklagt.

Wir haben bereits in der Vergangenheit darüber berichtet, dass Kais Saied der antisemitischste Führer in der arabischen Welt ist und in der Vergangenheit jede arabische Nation, die mit dem jüdischen Staat Frieden schließt, als Verräter bezeichnet hat.

Doch Bouden war nicht die einzige arabische Führungspersönlichkeit, die unter Beschuss stand.

Die Video- und Audioaufnahmen des Fototermins zeigen auch, dass der libanesische Premierminister Najib Mikati Herzog in heiterer Weise ansprach.

„Warum spricht Mikati mit ihm [Herzog]? Was hat er zu ihm gesagt?“, fragte ein libanesischer Journalist.

Einige glaubten, das jüngste Seeabkommen zwischen Israel und dem Libanon sei der Beginn wärmerer Beziehungen gewesen. Doch angesichts der Reaktion auf Mikati, der kaum mehr als ein zustimmendes Lächeln zu den Äußerungen Herzogs zeigte, scheint dieser Optimismus verfrüht zu sein.

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Patrick Callahan

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