Israels Außenminister Gideon Sa’ar hat die Entscheidung Spaniens, seine Botschaft in Teheran wieder zu eröffnen, scharf verurteilt. Der Schritt sei ein Zeichen dafür, dass Madrid „Hand in Hand“ mit dem iranischen Regime agiere, erklärte er.
Zuvor hatte Spaniens Außenminister José Manuel Albares angekündigt, den Botschafter nach Teheran zurückzuschicken und die diplomatische Vertretung wieder aufzunehmen. Ziel sei es, „von allen Seiten aus zum Frieden beizutragen“, auch direkt aus der iranischen Hauptstadt heraus.
Sa’ar widersprach dieser Darstellung entschieden. Er verwies darauf, dass der Iran derzeit erneut Hinrichtungen von Demonstranten und politischen Gegnern durchführe. Vor diesem Hintergrund bezeichnete er die spanische Entscheidung als „ewige Schande“.
The Iranian terror regime is resuming the execution of its citizens, protesters and political dissidents.
Spain is reopening its embassy in Tehran.
Hand in hand. With no shame.
An eternal disgrace. pic.twitter.com/4e8FFtStZ7— Gideon Sa’ar | גדעון סער (@gidonsaar) April 9, 2026
Die diplomatischen Spannungen zwischen Israel und Spanien hatten sich bereits in den vergangenen Monaten deutlich verschärft. Madrid hatte seinen Botschafter aus Israel abgezogen, während Jerusalem seinerseits seinen Botschafter zurückrief, nachdem Spanien einen palästinensischen Staat anerkannt hatte.
Zudem gehört Spanien zu den schärfsten europäischen Kritikern der militärischen Operationen der USA und Israels gegen den Iran. Die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez verweigerte unter anderem die Nutzung spanischer Militärbasen für Angriffe auf iranische Ziele und positioniert sich zunehmend als Gegenpol zur israelisch-amerikanischen Linie.
Die Wiedereröffnung der Botschaft erfolgt vor dem Hintergrund eines fragilen Waffenstillstands zwischen den USA, Israel und dem Iran. Madrid argumentiert, diplomatische Präsenz könne helfen, Spannungen abzubauen. Kritiker in Israel sehen darin jedoch ein falsches Signal – insbesondere gegenüber einem Regime, das weiterhin innenpolitisch repressiv agiert und regional militärisch aktiv bleibt.
Damit vertieft sich der politische Graben zwischen Jerusalem und Madrid weiter – mit möglichen Auswirkungen auf die europäische Debatte über den Umgang mit Israel.





Schande über die spanischen Politiker