Am Ende von Kapitel 16 des Richterbuches ist vom Grab des Vaters die Rede, und wohl auch die Mutter ist bereits gestorben. Offenbar beginnt Kapitel 16 in einer Lebensphase, in der Simson seine Eltern nicht mehr hat und einsamer denn je ist.
WARUM IST DAS SO DRAMATISCH?
Simson ist, wie wir uns erinnern, von Natur aus ein einsamer Mann, wie das Symbol des Stammes Dan – die Schlange, die stets allein agiert. Doch letztendlich schwindet auch der Lebenswille eines Mannes, der keine Zugehörigkeit, keine bedeutungsvolle Verbindung, keine Liebe in seinem Leben hat. Im Lauf seines Lebens verfestigt sich seine Einsamkeit. Simson wird in keiner Szene als jemand dargestellt, der mit anderen zusammenarbeitet. Er kämpft allein, lacht allein, und fällt allein.
Die Anschlagsversuche gegen Simson häufen sich. Die Philister, die er für seine Freunde hielt, schmieden böse Pläne gegen ihn. Sein Schwiegervater gibt Simsons Frau einem anderen. Seine Frau betrügt ihn. Und sogar seine Brüder aus Israel versuchen, ihn dem Feind auszuliefern.
Simson bleibt ein Mann ohne Zugehörigkeit, ohne...
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