Um den priesterlichen Segen zu empfangen, sind heute rund 50.000 Menschen zur Westmauer („Klagemauer“) in die Jerusalemer Altstadt gekommen. Der Segen, auf Hebräisch Birkat HaCohanim genannt, wird zweimal im Jahr gespendet, während des Pessach- und des Laubhüttenfestes. An dem Ereignis nahmen die beiden Oberrabbiner Yitzhak Yosef und David Lau sowie der Rabbiner der Klagemauer, Schmuel Rabinovitch, teil.
Religion
Mit dem Sonnenuntergang hat am Sonntag Sukkot begonnen, das siebentägige jüdische Laubhüttenfest. Es erinnert an die 40-jährige Wüstenwanderung zu Moses Zeiten, während der die Israeliten in Hütten wohnten. Im ganzen Land wurden Laubhütten aufgestellt und geschmückt, die Familie eingeladen, die Pläne für die freien Tage geschmiedet. In Israel gibt es während der Festwoche eine Vielzahl von Musik- und Kulturveranstaltungen.
Als eine Geste des guten Willens nimmt Israel sicherheitsbedingte Beschränkungen für Muslime zu ihrem Opferfest zurück. Das Eid al-Adha-Fest hat heute begonnen und dauert bis einschließlich Samstag. Verteidigungsminister Moshe Ya’alon hatte eine Reihe von Erleichterungen genehmigt, darunter die Erlaubnis für männliche Palästinenser über 45 Jahren und weibliche Palästinenserinnen über 30 Jahren, am Donnerstag und Freitag auf dem Tempelberg zu beten.
Die demografische Fakultät der Hebräischen Universität untersucht aktuell die Entwicklung des Judentums in der Zukunft: Werden Frieden und Sicherheit dazu beitragen, dass es eine jüdische „Bevölkerungsexplosion“ geben wird? Oder werden Unsicherheiten und Konflikte die Zahl der Juden senken, speziell in Israel? Zu diesen Fragen gibt es unterschiedliche Prognosen.
Das israelische Parlament hat eine Sondersitzung wegen des Streiks der christlich-arabischen Schulen abgehalten. Dort werden rund 33.000 Schüler seit 1. September nicht mehr unterrichtet, weil die Schulen höhere Zuschüsse von der Regierung fordern (Israel Heute berichtete). „Ich bin Erziehungsminister für alle Kinder in Israel“, erklärte dazu der nationalreligiöse Bildungsminister Naftali Bennett in seiner Rede vor dem Komitee in der Knesset. Es gehe ihm nicht darum, jemanden zu diskriminieren.
In Israel hat mit Sonnenuntergang am Dienstag Yom Kippur begonnen, der höchste jüdische Feiertag. Der „Tag der Sühne“ oder „Versöhnungstag“ wird als strenger Fastentag begangen, auch Körperpflege ist untersagt. 25 Stunden lang wird nicht gegessen oder getrunken. Im Heiligen Land sind keine Restaurants und Cafés geöffnet, mit Ausnahme einer arabischer Lokale. Das öffentliche Leben steht komplett still. Alle Grenzübergänge sowie der internationale Ben-Gurion-Flughafen bleiben geschlossen.
Israels Oberrabbiner David Lau und Itzchak Josef halten die Konferenztage der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ, Foto) während des bevorstehenden jüdischen Laubhüttenfestes für eine geistliche Bedrohung. „Auch wenn die Organisatoren Freunde des Staates Israels sind, so sind ihre Aktivitäten eine geistliche Gefahr und beflecken den jüdischen Charakter im Land“, heißt es in einem Brief der beiden Oberrabbiner.
Mit dem Sonnenuntergang am Sonntag hat für das jüdische Volk das Jahr 5776 begonnen. Der jüdische Kalender zählt die Jahre ab dem Zeitpunkt der biblischen Schöpfung der Welt. Man begeht den Jahreswechsel in Israel traditionell nicht mit Knallern und Feuerwerk, sondern mit einem Gottesdienst. „Schana Tova!“ Das Israel Heute-Team wünscht Ihnen aus Jerusalem ein süßes Neues Jahr voller Frieden und Gesundheit!
Die Erweckung, die in einem Christen stattfindet, der die hebräischen Wurzeln seines Glaubens entdeckt, ist ein faszinierendes Ereignis. Seine erste Reaktion ist, dass er sich total in Israel verliebt und ein neues Mitgefühl mit dem jüdischen Volk findet.


