Einem Bericht des israelischen Nachrichtenportals N12 zufolge wird Israel den Palästinensern aus dem Gazastreifen im Rahmen eines Pilotprojekts erstmals die Möglichkeit geben, über den Flughafen Ramon in die Türkei zu fliegen. Dies steht im Gegensatz zur bisherigen Praxis, bei der die Bewohner des Gazastreifens über Jordanien ausreisen mussten.
Dieses Pilotprojekt gilt als wichtiger Schritt zu mehr Reisefreiheit für die Bewohner des Gazastreifens und könnte bereits im Juli in Kraft treten, sofern die Sicherheitsbehörden und die politischen Entscheidungsträger zustimmen.
Die Sicherheitsbehörden prüfen derzeit die Maßnahme und bereiten sich auf die strengen Kontrollen vor, die für Passagiere aus dem Gazastreifen gelten werden, bevor sie das Flugzeug besteigen können. Die ersten beiden Flüge werden voraussichtlich Anfang nächsten Monats durchgeführt werden.
Bewohner des Gazastreifens, die älter als 35 Jahre sind und die Sicherheitskontrolle erfolgreich durchlaufen haben, können diese neue Reisemöglichkeit nutzen. Sie werden voraussichtlich mit einem Shuttlebus vom Grenzübergang Erez zum Flughafen Ramon transportiert werden. Bisher mussten Bewohner des Gazastreifens, die über eine Genehmigung für Auslandsreisen verfügten, vom Grenzübergang Erez nach Jordanien (über den Grenzübergang Allenby) reisen, um von dort aus ins Ausland zu fliegen.

Bereits vor einem Jahr hatte die Flughafenbehörde angekündigt, dass Palästinenser aus Judäa und Samaria vom Flughafen Ramon aus in die Türkei fliegen können. Der Pilotversuch wurde im vergangenen Sommer gestartet und ist das Ergebnis einer Initiative des Koordinators der Regierungsoperationen in den Gebieten, Major Rasan Alian, in Zusammenarbeit mit dem Shin Bet und der Polizei, die für die Sicherheitsvorkehrungen verantwortlich sind.




