Der Präsident des Palästinensischen Fußballverbandes, Jibril Rajoub, hat nach eigenen Angaben kein Visum für die Einreise in die Vereinigten Staaten erhalten und konnte deshalb nicht an Veranstaltungen der FIFA-Weltmeisterschaft teilnehmen. Der Vorfall reiht sich in eine Reihe ähnlicher Visa-Probleme rund um das Turnier ein.
Rajoub befand sich bereits in Mexiko-Stadt und besuchte dort das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft. Die Einreise in die USA blieb ihm jedoch verwehrt.
Rajoub kritisiert Entscheidung
In einem Interview erklärte Rajoub: „Ich glaube nicht, dass es fair ist, das Recht aller Fußballmenschen auf der ganzen Welt, daran teilzunehmen, zu missbrauchen oder zu verweigern.“
Obwohl sich die palästinensische Nationalmannschaft nicht für die Weltmeisterschaft qualifizieren konnte, lädt die FIFA traditionell die Leiter der nationalen Fußballverbände zu dem Turnier ein. Die Organisation präsentiert die Weltmeisterschaft regelmäßig als Fest der globalen Einheit und des internationalen Austauschs.
Nach Angaben von AP gehört Rajoub zu mehreren akkreditierten Personen, die Schwierigkeiten bei der Einreise in die USA hatten. FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte, die FIFA könne nationale Einwanderungsentscheidungen nicht außer Kraft setzen. Visa- und Einreisefragen lägen letztlich in der Verantwortung des Gastgeberlandes.
Visa-Probleme bei der Weltmeisterschaft
Der Fall Rajoub ist nicht der einzige dieser Art. In den vergangenen Tagen sorgten mehrere Visa- und Einreiseprobleme für Schlagzeilen. So wurde dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan trotz gültigem Visum die Einreise in die USA verweigert. Auch mehrere iranische Verbandsfunktionäre erhielten keine Einreisegenehmigung.
Rajoub ist seit Jahren eine bekannte Figur im palästinensischen Fußball und setzt sich regelmäßig für Maßnahmen gegen Israel in internationalen Sportorganisationen ein. In der Vergangenheit forderte er wiederholt Sanktionen gegen den israelischen Fußballverband und kritisierte Israels Politik im Sportbereich.




