Orthodoxe unter Schock: Christ gab sich als Jude aus

Nicht nur das, Michael Elkohen war ein hoch angesehenes Mitglied der ahnungslosen orthodoxen Gemeinde geworden

von Tsvi Sadan | | Themen: Christen
Foto: Screenshot

Die jüdisch-orthodoxe Gemeinde im Jerusalemer Stadteil French Hill steht seit der Enttarnung eines Christen, der seit Jahren als orthodoxer Jude unter ihnen lebt, unter Schock.

Michael Elcohen, der als Michael Elk geboren wurde, war bereits vor sechs Jahren in einer anderen orthodoxen Gemeinde enttarnt worden und daraufhin in den Stadtteil French Hill gezogen, wo es ihm gelungen sei, seine Identität zu verbergen.

Orthodoxen Quellen zufolge sei der in den USA geborene Elk als Elcohen mit gefälschten Dokumenten, die ihn als Juden ausweisen, nach Israel eingereist. Im Laufe der Jahre habe er die Orthodoxen davon überzeugen können, dass er ein zertifizierter Mohel sei, was ihm erlaubt, Beschneidungen durchzuführen. Er gab sich auch als Schreiber aus. Durch diese beiden Berufe sei ihm, seiner Frau und den fünf Kindern eine vollständige Integration in die orthodoxe Gemeinschaft gelungen. Dann habe eines der Kinder seinen Freunden von dem heimlichen Glauben an Jesus erzählt. Elcohen flog auf.

In diesem Video ist Elcohen bei der Beschneidungszeremonie seines Sohnes zu sehen.

Anhand dieses Videomaterials ist jüdischen Zuschauern klar, dass Elcohen nicht in eine orthodoxe Familie hineingeboren wurde. Man habe ihn trotzdem als religiöser Umkehrer in ihrer Mitte aufgenommen, hieß es. Als dann auch noch vor kurzem seine Ehefrau verstarb, richtete man einen Wohltätigkeitsfonds für die Familie ein, auch weil man wusste, dass die Elcohens keine Großfamilie in Israel haben. Michael Elcohen selbst startete seine eigene Internet-Spendenaktion.

Der jetzt in der Hadrei Hardim erschienene Artikel wirft Elcohen Missionarstätigkeit vor, eine höchst hasserfüllte Tätigkeit in den Augen der Orthodoxen. Unseren Informationen zufolge ist Elcohen jedoch von der israelisch-messianischen Gemeinde augenscheinlich gemieden worden. Dort sind messianische Juden (als auch Nichtjuden), die alle Gebote einhalten, nicht gern gesehen. Elcohen war daher wahrscheinlich eher ein Einzelgänger, aus welchem Grund auch immer überzeugt davon, dass er ein Jude ist. Dennoch ist er einer von vielen Christen, die glauben, dass sie das mosaische Gesetz halten sollten. Einige von solchen Menschen gehen sogar so weit und leben wie orthodoxe Juden.

Laut dem Hadrei Haredim Artikel soll Elcohen ein Doppelleben geführt haben. Er hatte zwei Facebook-Seiten (mittlerweile gelöscht), eine für Juden und eine für seine christlichen Freunde. Wir haben erfahren, dass er Kontakt zu messianischen Juden hatte, wie zu dem Inhaber der Atos Jiu Jitsu Akademie in Jerusalem. Nach unseren Informationen gibt es noch andere wie Herrn Elk, die in Israel als orthodoxe Juden leben. Viele weitere solcher Möchtegern-Juden leben in den USA, von denen sich einige als orthodoxe Rabbiner ausgeben. Nur wenige von ihnen leiten eine messianische Gemeinde.

Bestimmt mag es einige geben, die an Verhalten dieser Art nichts Verwerfliches sehen. Vor allem, weil es ja auch heißt: Wo man alle Vorschriften des jüdischen Gesetzes genau befolgt, lebe ich auch danach, obwohl ich nicht mehr an sie gebunden bin.“ (1.Kor. 9,20) Doch diese Art von Verständnis der Dinge würde Paulus zu einem Betrüger machen. Um das Problem mit solchen Leuten besser zu verstehen, muss man sich einmal bewusst machen, wie es wäre, wenn ein Mitglied einer örtlichen Christengemeinde sich als Moslem entpuppt, der fünfmal am Tag in der Privatsphäre seines Hauses zu Allah betet. Selbst mit den besten Absichten sind Möchtegern-Juden schlicht und einfach immer noch Betrüger.

Wir haben Michael Elcohen mehrere Male angerufen und eine Nachricht auf seinem Anrufbeantworter hinterlassen, um ihm die Möglichkeit zu geben, seine Sicht der Dinge darzustellen, jedoch ohne Erfolg.

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