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Kann Trumps Iran-Deal wirklich halten?

Selbst wenn Teheran ein vorläufiges Abkommen unterzeichnet, steht Israel weiterhin der Hisbollah, der Hamas und einem iranischen Regime gegenüber, das um sein Überleben kämpft.

US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus, 5. Mai 2026. Foto: Weißes Haus.

 (JNS) Es bleibt höchst zweifelhaft, ob das 14-Punkte-Dokument, das die Pakistaner enthusiastisch herumreichen, tatsächlich unterzeichnet wird – zumal der Iran selbst noch nicht einmal bestätigt hat, es gelesen zu haben. Auch in Washington hat niemand seinen Inhalt vollständig verifiziert.

Selbst wenn Irans neuer Führer Mojtaba Khamenei, der Berichten zufolge vom Krankenbett aus spricht, seine Zustimmung geben würde, sind noch mindestens vier Wochen Verhandlungen zu erwarten – und bereits jetzt stimmen einige Punkte nicht. Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass US-Präsident Donald Trump den Vereinten Nationen unter emiratischer Schirmherrschaft die Aufsicht über einen der wichtigsten Aspekte des Abkommens anvertrauen würde: die Beseitigung der iranischen Atombedrohung, ein Ziel, das er unzählige Male betont hat.

Und dennoch schlug Trump am 5. Mai neue Töne an und erklärte mit bemerkenswertem Optimismus, die Parteien schienen dem Ziel eines möglichen Abkommens nahegekommen zu sein. Kurz zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio den Militäreinsatz für praktisch beendet erklärt und gleichzeitig den Sieg ausgerufen: „Kein Schiff, kein Flugzeug, keine Industrie mehr in ihren Händen.“

Trump will nun möglicherweise Ergebnisse nach Hause bringen – doch wie realistisch ist das innerhalb der nächsten 24 Stunden? Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus ist für die US-Flotte keine besondere Herausforderung. Doch der Entwurf sieht Berichten zufolge auch die Übergabe angereicherten Urans an eine internationale Drittpartei vor. Manche nennen Russlands Präsident Wladimir Putin als möglichen Kandidaten, weil Teheran ihm vertraut – ein Szenario, das Israel kaum beruhigen dürfte.

Dem Vorschlag zufolge würde der Iran für 15 Jahre auf Urananreicherung verzichten, während die Internationale Atomenergiebehörde, deren Schwächen bereits hinlänglich bekannt sind, die Einhaltung überwachen würde. Doch was ist mit allem anderen?

Was ist mit Irans Stellvertretern – allen voran der Hisbollah, die keineswegs Frieden geschlossen hat und von Libanon aus weiterhin das normale Leben der Israelis untergräbt, indem sie Städte, Landwirtschaft, Schulen und Arbeitsplätze angreift? Israels Armee soll noch immer mit einer Hand auf dem Rücken kämpfen, während sie einem fast unmöglichen Frieden nachjagt.

Was ist mit der Hamas, die nicht entwaffnet hat? Mit den Huthis, die weiterhin Raketen auf Israel abfeuern? Werden diese, sobald die Sanktionen aufgehoben sind, wieder mit iranischem Geld und Waffen versorgt? Werden Irans Drohnen- und Raketenprogramme – deren Zerstörungskraft Israel bereits am eigenen Leib erfahren hat – unkontrolliert weiter produzieren?

Und schließlich: Muss die iranische Autokratie selbst überleben – jenes Regime, das Frauen, Andersdenkende und Homosexuelle verfolgt?

In Israel gehen die Meinungen auseinander. Manche behaupten, das vorgeschlagene Abkommen sei am gestrigen Morgen ohne vorherige israelische Konsultation aufgetaucht, obwohl amerikanische und israelische Stellen Berichten zufolge auf einen ganz anderen Verlauf hingearbeitet hatten.

Gleichzeitig heißt es, Trump und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu telefonierten täglich miteinander, und sollte dieser Prozess tatsächlich vorankommen – was weiterhin ungewiss ist –, könnte strategische Geduld noch Früchte tragen. Für Trump geht es um einen politischen und moralischen Sieg. Für Israel ist es eine Frage des Überlebens – wenngleich vielleicht weniger dramatisch als noch vor dem Krieg, angesichts neuer regionaler Perspektiven.

Der Libanon ist das deutlichste Beispiel. Trump versteht sicher, dass ein israelischer Rückzug das fragile Gleichgewicht destabilisieren würde, das in den vergangenen Monaten aufgebaut wurde – gerade weil Israels Rolle gegen einen gemeinsamen Feind unverzichtbar ist. Viele arabische Staaten unterstützen eine Ausweitung der Abraham-Abkommen zunehmend, angeführt von den Vereinigten Arabischen Emiraten, die bereits auf israelische Raketenabwehrsysteme gegen den Iran setzen.

Derweil ist der Iran selbst erschöpft: verarmt, zunehmend ausgehungert, mit 184 Millionen Barrel brach liegendem Öl; die Islamischen Revolutionsgarden kanibalisieren den Staat und saugen die letzten Mittel aus, um sich auf Kosten des Landes selbst zu erhalten; die Industrie liegt in Trümmern; und 80 Prozent der Bevölkerung verachten die Ajatollahs und klammern sich allein deshalb an den internationalen Pazifismus, um zu überleben.

Irans Präsident Massud Peseschkian scheint zu den wenigen zu gehören, die diese Realität verstehen – und drängt vielleicht genau in diesem Moment darauf, jenes verfluchte Uran endlich auszuhändigen.

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Patrick Callahan

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