Jüdischer Mann wird in „friedlichem“ palästinensischem Dorf fast gelyncht

Das erste Opfer eines jeden gewaltsamen Aufflammens im Heiligen Land ist die bis dahin sorgfältig gepflegte Koexistenz.

| Themen: Palästinenser, Terror
Illustration. Es brauchte nicht viel, um alle Zeichen der Ruhe und Koexistenz der letzten Zeit auszulöschen und die gewalt in den palästinensischen Gebieten wieder aufflammen zu lassen. Foto: Wisam Hashlamoun/Flash90

Das erste Opfer jeder neuen Welle der Gewalt im Heiligen Land ist die bis dahin sorgfältig gepflegte Koexistenz.

Die Hamas und andere palästinensische Antagonisten wissen das sehr gut. Deshalb zetteln sie in regelmäßigen Abständen und scheinbar aus dem Nichts eine neue Terrorwelle an. Dies dient dazu, die gewaltbereiteren Teile der Gesellschaft aufzuwiegeln und eine israelische Militärreaktion zu provozieren, die selbst die gemäßigteren Elemente in der palästinensischen Gesellschaft verärgert.

Wir haben bereits berichtet, dass die palästinensische Stadt Husan in der Nähe von Bethlehem, die an die große jüdische Siedlung Beitar Illit angrenzt, zu einem Modell für Koexistenz und Frieden geworden ist.

Siehe: Wie ein palästinensisches Dorf Frieden mit Israel schloss

Es ist ein Prozess, der schon seit Jahren andauert. Im Jahr 2019 bat eine palästinensische Delegation unter der Leitung eines Friedensaktivisten aus Husan die Familie eines von einem palästinensischen Terroristen ermordeten jüdischen Mädchens um Vergebung. Bemerkenswert ist, dass sie Frieden mit den jüdischen Siedlern anstrebten, aber diesmal nicht aus dem Motiv heraus, dass sie aus dem sogenannten Westjordanland „vertrieben“ würden.

Siehe: Palästinenser statten Familie der getöteten israelischen Jugendlichen Kondolenzbesuch ab

Ich wohne in einer anderen israelischen Stadt in der Nähe von Husan und kann bestätigen, dass unter normalen Umständen fast jeder hier die palästinensische Stadt als relativ sicheres Ziel ansieht. Meine Nachbarn kommen oft nach Husan, um die örtlichen Geschäfte zu besuchen, deren Preise weit unter denen unserer eigenen Geschäfte und Dienstleistungen liegen.

Die Beziehungen zwischen den Palästinensern in Husan und den nahe gelegenen israelischen Städten hatten sich so weit normalisiert, dass einige dachten, es sei immer noch sicher, die Stadt zu betreten, als die sogenannte dritte Intifada begann.

Leider haben sie sich geirrt.

Selbst in dieser „friedlichsten“ aller palästinensischen Städte kann es offenbar in kürzester Zeit zu massiver Gewalt kommen.

 

Beinahe-Lynch

Shia Weitz, ein Einwohner der orthodoxen jüdischen Stadt Beit Illit auf der anderen Seite des Highway 375, betrat Husan am Mittwoch, um einzukaufen, und bezahlte dafür fast mit seinem Leben.

„Er wollte an einem Kiosk am Ortseingang von Husan einkaufen, wie es viele Einwohner von Beitar Illit tun“, so ein Freund von Weitz gegenüber dem Nachrichtenportal N12. „Als er aus dem Fahrzeug ausstieg, warfen arabische Randalierer Steine auf ihn. Er versuchte zu fliehen, doch dann kam eine Gruppe und schlug auf ihn ein.“

Der Ladenbesitzer versuchte noch, seinen jüdischen Kunden zu schützen, aber vergeblich. Glücklicherweise befand sich Weitz nicht allzu weit in Husan und konnte zu Fuß zum Ortseingang fliehen, wo er die nahe gelegenen israelischen Sicherheitskräfte um Hilfe bat.

Weitz‘ Auto wurde in Brand gesteckt, als der gewalttätige Mob den Angriff auf einen unschuldigen Juden feierte.

 

Keine Rechtfertigung

Apologeten der palästinensisch-nationalistischen Bewegung ließen nicht lange auf sich warten und behaupteten, das Beinahe-Lynchen von Shia Weitz sei eine Reaktion auf den Tod einer palästinensischen Frau durch israelische Soldaten Anfang der Woche gewesen. In den meisten palästinensischen Berichten wurden jedoch einige wichtige Details aus dieser Geschichte weggelassen, zweifellos um bösen Willen zu wecken.

Die palästinensische Frau Ghada Ibrahim Ali Sabateen, 47, hatte sich am Sonntag einem kleinen israelischen Armeeposten am Rande von Husan genähert. Dabei verhielt sie sich verdächtig und widersetzte sich den wiederholten Aufforderungen der beiden dort stationierten Soldaten, stehen zu bleiben. Als sie sich nur noch wenige Meter von einem der Soldaten entfernt befand, die Hände erhoben und schreiend, schoss er ihr eine einzelne Kugel ins Bein, wie es bei den IDF unter solchen Umständen üblich ist.

Sie wurde nicht absichtlich von den Soldaten erschossen. Sie versuchten, ihren bizarren Vormarsch aufzuhalten. Leider riss die Kugel eine Arterie, und ein örtliches palästinensisches Krankenhaus konnte die Blutung nicht mehr rechtzeitig stoppen. Der Grund für ihr Verhalten ist nach wie vor unklar, aber die Aufnahmen der Sicherheitskameras bestätigen die Darstellung der Soldaten, dass sie sich bedroht fühlten und zum Handeln gezwungen waren.

#شاهد لحظة إعدام قوات الاحتلال للشهيدة غادة سباتين في بلدة حوسان غرب بيت لحم.

الشهيدة هي أرملة وأم لستة اطفال. pic.twitter.com/vvtp6WTp3j

— Newpress | نيو برس (@NewpressPs) April 10, 2022

Aber all das sollte eigentlich keine Rolle spielen. Nehmen wir einmal an, die israelischen Soldaten hätten Sabateen kaltblütig getötet. Wäre es selbst dann legitim, dass die Palästinenser vor Ort jeden Juden, dem sie begegnen, gewaltsam angreifen? Heuchlerischerweise werden Israels Kritiker dies bejahen, aber dieselben Stimmen würden nicht zögern, die Israelis in Tel Aviv anzuprangern, wenn sie nach der tödlichen Schießerei der letzten Woche in ähnlicher Weise jeden Araber angreifen würden.

Aber wir kommen vom Thema ab.

 

Feinde der Koexistenz

Mir geht es hier darum, die Fragilität der Bemühungen um eine Entschärfung der palästinensischen Spannungen und die Förderung der Koexistenz zu verdeutlichen. Für Israelis und palästinensische Friedensaktivisten ist dies ein herkulisches Unterfangen. Im Gegensatz dazu ist es für die Hamas die einfachste Sache der Welt, einzugreifen und alles durcheinander zu bringen, was die oben genannten Bemühungen um Monate, wenn nicht Jahre zurückwirft.

Genau aus diesem Grund wurde in den sogenannten „Osloer Verträgen“ festgelegt, dass es keine bewaffneten palästinensischen Gruppen außerhalb der Palästinensischen Autonomiebehörde geben sollte. Gruppen wie die Hamas und der Palästinensische Islamische Dschihad sollten entwaffnet werden, damit sie keine gewaltsamen Drohungen aussprechen können, um die Normalisierung und den Frieden zu stören.

Die Palästinenser haben sich nicht an die Vereinbarung gehalten. Und jetzt zahlen alle den Preis dafür, vor allem sie.

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