Die Pandemie scheint auch Chancen zu bringen. Einer der am stärksten betroffenen Wirtschaftszweige in Israel und auch in den Gebieten unter palästinensischer Kontrolle ist der Tourismus.
Interessanterweise hat das Ausbleiben ausländischer Touristen zu veränderten Trends im lokalen Tourismus geführt. So fassen beispielsweise einige Palästinenser im Westjordanland den israelischen Touristen als Ersatz für den fehlenden ausländischen Tourismus in der Region ins Auge. Sowohl jüdische als auch arabische Israelis besuchen vermehrt palästinensische Sehenswürdigkeiten östlich der Grünen Linie. Die Zunahme des israelischen Tourismus im Westjordanland ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass strenge Auflagen für Reisen ins Ausland gelten.
Ein beliebtes Ziel ist Jericho. Jüdisch-israelische Touristengruppen machen sich auf den Weg in die palästinensische Stadt, um antike Stätten zu besichtigen, traditionelle palästinensische Gerichte wie Maqluba und Knafe zu essen und von der Seilbahn aus den Panoramablick auf die Stadt zu genießen.
Jericho ist als Gebiet A ausgewiesen, was bedeutet, dass die Palästinensische...
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