Israelische und die deutsche Luftwaffe fliegen gemeinsam

Heute beginnt in Deutschland eine zweiwöchige Flugübung, an der NATO-Länder und Israel teilnehmen.

von Michael Selutin |
Foto: Moshe Shai/Flash90

Die Israelische Luftwaffe  (IAF) flog zum ersten Mal in ihrer Geschichte zu einer Übung nach Deutschland und wird dabei am Dienstag das  ehemalige Konzentrationslager Dachau überfliegen und auch die Stadt München, um den 11 getöteten israelischen Sportlern zu gedenken, die während der Olympiade von 1972 von palästinensischen Terroristen ermordet wurden.

„Diese Übung ist von großer strategischer Bedeutung und hat immensen Einfluss auf die Luftwaffe, die Armee und den Staat Israel. Die israelisch-deutschen Beziehungen und die Ankunft der Flugzeuge der israelischen Luftwaffe auf deutschem Boden ist ein historisches Ereignis“, sagte ein Sprecher der IAF.

Israel schickte sechs F-16 Kampfjets nach Deutschland, zwei Gulfstream G550 Kommando- und Kontrollflugzeuge und zwei Boeing 707. Diese werden zusammen mit den Fliegern der teilnehmenden NATO-Staaten verschiedene Kampfszenarien üben und ihre Kooperation in der Luft trainieren. Die Übungen würden simulierte Zweikämpfe in der Luft, Luft-Boden-Angriffe, fortgeschrittene Bedrohungen durch Boden-Luft-Raketen und Operationen hinter den feindlichen Linien umfassen, so die IAF.

„Die Durchführung dieser Übung zu diesem Zeitpunkt ergibt sich aus der Notwendigkeit, weiterhin Übungen in unbekannter Landschaft durchzuführen, als Teil der Bemühung, die Fitness der Luftwaffe zu erhalten, mit einer Vielzahl von Szenarien umgehen zu können und um die enge Zusammenarbeit zwischen der [israelischen] Luftwaffe und ausländischen Luftstreitkräften zu erhalten“, sagte das israelische Militär.

Die Flüge über Dachau und München erhielten den Namen „Erinnerung für die Zukunft“. Der Chef der IAF, Amikam Norkin, wird in einer Gulfstream die Gruppe der Flugzeuge, zusammen mit Ingo Gerhartz, dem Chef der deutschen Luftwaffe, anführen. Neben ihnen wird auch erstmals eine Frau als Kommandantin eines Luftwaffengeschwaders fliegen, die lediglich als Oberstleutnant Gimel bekannt ist.

Nach dem Überflug über Dachau wird dort eine Gedenkzeremonie gehalten, an der auch die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, sowie der israelische Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, teilnehmen werden. Ein IAF-Offizier, dessen Großvater Dachau überlebte, wird bei dieser Gelegenheit eine Rede halten, die die israelische Armee ausstrahlen wird. Später wird noch eine kleinere Veranstaltung in München abgehalten, um den 11 getöteten israelische Sportlern während der olympischen Spiele von 1972 zu gedenken.

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