Pegasus und die NSO Group scheinen im Zuge der Russland-Ukraine-Krise völlig aus den Schlagzeilen verschwunden zu sein. Nun möchte die israelische Polizei den Einsatz der Spyware zur Überwachung der Mobiltelefonkommunikation wieder aufnehmen.
Letzten Monat wurde die israelische Polizei angewiesen, den Einsatz von Spyware bei der Verbrechensbekämpfung einzustellen, nachdem bekannt geworden war, dass das ausgeklügelte Pegasus-Programm der NSO Group nicht nur an skrupellose ausländische Unternehmen verkauft, sondern auch zum Ausspionieren israelischer Bürger verwendet worden war.
Siehe: Was ist Pegasus, und warum ist es ein Problem für Israel?
Spätere Ermittlungen der israelischen Polizei und der Generalstaatsanwaltschaft ergaben, dass der Bericht falsch gewesen sein soll, und es wurde mit Klage gegen die Zeitung gedroht, die diese bahnbrechende Behauptung verbreitet hatte.
Jetzt drängen Polizeibeamte die Regierung, ihnen die Wiederaufnahme des Einsatzes von Spionagesoftware zu gestatten (auch wenn sie Pegasus nicht ausdrücklich erwähnten), und betonen, dass diese für die Verbrechensbekämpfung im jüdischen Staat unerlässlich sei.
Personen, die in das organisierte Verbrechen verwickelt sind, nutzen regelmäßig verschlüsselte Messaging-Apps zur Kommunikation, was es den Behörden erschwert, ihre Aktivitäten zu überwachen. Software wie Pegasus verschaffe der Polizei einen echten Vorteil bei der Verhinderung von Verbrechen und der Ergreifung der Verantwortlichen.
Es heißt, der Ausschuss für öffentliche Sicherheit der Knesset spreche sich dafür aus, dass die Polizei wieder Spionagesoftware einsetzen darf. Eine Entscheidung in dieser Angelegenheit wird in naher Zukunft erwartet.




