Israel Heute Morgen

Es gibt nichts schöneres im Sommer, als an den Strand oder ins Schwimmbad zu gehen, um sich abzukühlen. Doch leider kam es in diesem Sommer zu viel zu vielen Tragödien. Seit Beginn der Badesaison im März sind in Israel schon 49 Menschen ertrunken, darunter nicht weniger als 13 Kinder! Eine unglaubliche Zahl!

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Guten Morgen liebe Leser!

Der Sommer zeigt sich weiterhin von seiner angenehmsten Seite. Am frühen Morgen etwas kühl mit bedecktem Himmel, später kommt dann die Sonne hervor, der Himmel ist strahlend blau. Und die Temperaturen sind mehr als angenehm. Ich muss allerdings zugeben, dass wir zuhause in Modiin unsere Klimaanlage dennoch von Zeit zu Zeit angeschaltet haben. Ganz ohne wäre nun doch übertrieben.

Und hier nun das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt bis heiter ohne bedeutende Veränderung der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 30 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 39 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Beersheva 34 Grad, Eilat am Roten Meer 41 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist weiter gesunken und liegt jetzt bei -214.09 m unter dem Meeresspiegel

Die letzten zwei Wochen der Sommerferien sind angebrochen. Letzte Möglichkeit für die Schulkinder, noch ein paar Tage mit Freunden am Strand oder in einem der vielen Schwimmbäder zu verbringen. Allerdings wäre es schön ,wenn die Eintrittspreise zu den Schwimmbäder etwas günstiger wären. Wenn eine ganze Familie zusammen zum Schwimmbad gehen möchte, muss man recht tief in den Geldbeutel greifen. So zahlt ein Erwachsener in unserem städtischen Schwimmbad in Modiin einen Eintrittspreis von 72 Shekeln, um die 17 Euro, wenn er nicht Bürger der Stadt ist. Die zahlen zum Glück nur 37 Shekel, um die 9 Euro, also fast die Hälfte. Aber gut, wem das alles zu teuer ist, kann natürlich zum Strand gehen, der kostet nichts, d. h. wenn man sich dort keinen Stuhl oder Sonnenschirm oder eine Liege leihen möchte. Das Baden ist umsonst.

Das städtische Schwimmbad von Modiin, seit kurzem sogar überdacht

Leider kam es in diesem Sommer zu viel zu vielen Tragödien, im Schwimmbad und am Strand. Seit Beginn der Badesaison im März sind schon 49 Menschen ertrunken, darunter nicht weniger als 13 Kinder! Eine unglaubliche Zahl! Nie zuvor sind innerhalb eines Jahres so viele Menschen in Israel ertrunken. Der grösste Teil dieser Unfälle hätte vermieden werden können. Bei den Kindern war es meistens ein kurzer Moment der Unachtsamkeit seitens der Eltern. Oder ein unbeaufsichtigter privater Swimming-Pool, der wegen des sinkenden Preises immer populärer wird. Leider verlassen sich viele auch hier wieder auf den typischen Satz „es wird in Ordnung sein“ (jehihe beseder). Im Fernsehen und im Radio wurde immer wieder gewarnt, nicht ins Wasser zu gehen, wenn kein Rettungsschwimmer anwesend ist und nur an Strände zu gehen, an denen das Baden erlaubt ist. Diese Woche hat wieder jemand diese Warnungen nicht ernst genug genommen und das mit seinem Leben bezahlt.

Der Strand in Netania, wo in diser Woche ein Mensch ertrunken ist

Ich hoffe, ich habe Ihnen jetzt nicht die Lust genommen, Schwimmen zu gehen. Wir müssen einfach nur aufmerksamer sein, dann kann man einen Sommertag auf dem Strand oder im Schwimmbad so richtig genießen. Und nun frage ich mich, warum ich in diesem Sommer noch nicht ein einziges Mal an den Strand gegangen bin. Das mag daran liegen, dass unsere Kinder eben schon groß sind und alleine mit ihren Freunden unterwegs sind. Die „alten“ Eltern können dann zuhause bleiben. Aber noch ist der Sommer nicht beendet.

Gestern habe ich auf die abendlichen Nachrichten im Fernsehen verzichtet. Das ist ein gutes Zeichen. So hoffe ich, dass wir die letzten Tage der Sommerferien in Ruhe verbringen können. Besonders für die Kinder im Süden ist das wohl besonders schön, sich endlich auf die Derien konzentrieren zu können.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und erfüllten Donnerstag. Alles, was heute in Israel wichtig ist, werden Sie wie gewohnt später in unseren täglichen Berichten erfahren. Und auch an der neuen Ausgabe von Israel Heute wird schon wieder fleißig gearbeitet. Freuen Sie sich drauf. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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