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Israel Heute Morgen

Wir haben es wieder erreicht, das Wochenende. Der tägliche Alltag macht jetzt wieder Pause, wir alle können einen Gang zurückschalten. Während heute bei uns in Modiin der traditionelle Purim-Umzug stattfindet, nehmen in Tel Aviv um die 40.000 Menschen am Marathon teil. Das Wetter: Bewölkt mit etwas Regen, vornehmlich im Süden.

Guten Morgen liebe Leser!

Wir haben es wieder erreicht, das Wochenende. Der tägliche Alltag macht jetzt wieder Pause, wir alle können einen Gang zurückschalten. Es muss nicht mehr zum Bus oder Zug gerannt werden, Zeit zum Durchatmen und Tanken neuer Energien für die kommende Woche. Mein Sohn muss allerdings, wie Sie schon wissen, auch Freitags in die Schule. Er ist diesmal alleine gegangen, ich bin zuhause geblieben, da ich keine grösseren Einkäufe mehr erledigen muss. Ab Mittag sind wir dann alle zusammen, der Shabbat kann kommen.

In der nächsten Woche Feiern wir Purim. Ja, es ist schon wieder ein Jahr vergangen. Purim ist ein fröhliches Fest, das an die Errettung der Juden in Persien erinnert. An diesem Fest verkleidet man sich und ist fröhlich, wie beim Karneval. Ist es nicht interessant, dass diese beiden Feste fast immer zusammen fallen? In vielen Städten werden Purim-Umzüge veranstaltet. Diese Umzüge haben den besonderen Namen “Adlojada”. Das heißt wörtlich übersetzt “bis man nicht mehr weiß”. Dieser Satz stammt aus dem Talmud, wo gesagt wird, dass man sich am Purim-Fest betrinken soll, “bis man nicht mehr weiß”, bis man also so betrunken ist, dass man nichts mehr weiß. Gut, das ist heutzutage natürlich kein guter Ratschlag und auch die Schulen verteilen jedes Jahr vor Purim Briefe an die Eltern mit der Bitte, mit ihren Kindern über die Gefahren des Alkoholkonsums zu sprechen. Aber der Name “Adlojada” ist geblieben. Keine Sorge, E sind schöne farbenreiche Umzüge und kein Trinkgelade, man soll einfach nur fröhlich sein. Und damit nicht alle Städte ihren Umzug an dem selben Tag veranstalten, wird schon vor dem eigentlichen Datum von Purim damit begonnen. Und heute findet so ein Umzug hier bei uns in Modiin statt. Daher wunderte ich mich ein wenig, warum die Kinder heute dennoch in die Schule gehen müssen. Um 12 Uhr soll es losgehen, dazu wurden schon seit den frühen Morgenstunden einige Straßen gesperrt. Im letzten Jahr sah der Purim-Umzug so aus:

Die „Adlojada“ in Modiin im letzten Jahr

Gerade zur Zeit von Purim ist das Wetter noch nicht immer stabil. Oft regnet es sogar. Daher war man sich auch diesmal nicht sicher, ob der Umzug nach Plan stattfinden kann. Heute können der Vorhersage nach wohl einige Regentropfen fallen, doch den meisten Regen soll es mehr in den südlichen Teilen des Landes geben. Hoffen wir also, dass die heutige „Adlojada“ trocken und fröhlich verlaufen wird.

Und hier ist endlich das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit der Möglichkeit von vereinzelten Regenschauern, hauptsächlich im Süden und in den Bergen. Die Regenschauer können von Gewittern begleitet werden. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 16 Grad, Tel Aviv 20 Grad, Haifa 18 Grad, Tiberias am See Genezareth 22 Grad, am Toten Meer 23 Grad, Eilat am Roten Meer 25 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um weitere anderthalb Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.665 m unter dem Meeresspiegel.

Ich hatte Ihnen schon einmal erzählt, dass die Israelis eine Vorliebe für das Joggen haben, sie laufen einfach gerne, zu jeder Gelegenheit, aber besonders am frühen Morgen und abends kann man an vielen Stellen rennende und laufende Menschen sehen. Auch wenn ich morgens um 6 Uhr zu meinem Bus gehe, kommen mir oft schon einige Jogger entgegen. Und wer fit genug ist, nimmt heute vielleicht am Marathon in Tel Aviv statt, der heute früh gestartet wurde. 40.000 Teilnehmer sind diesmal an den Start gegangen, was den heutigen Marathon zu dem größten Marathon macht, den es jemals in Tel Aviv gegeben hat. Auch aus dem Ausland sind viele nach Tel Aviv gekommen, um am Marathon teilzunehmen.

Live-Video vom Marathon Tel Aviv

Neulich las ich in der Zeitung, dass gerade die Jerusalemer begeisterte Jogger sind. Und nun raten Sie mal, von wo die meisten Teilnehmer des Tel Aviver Marathons kommen? Richtig geraten, aus Jerusalem! Das ist schon lustig, andererseits darf man auch nicht vergessen, dass Jerusalem viel mehr Einwohner hat als jede andere Stadt in Israel. Gut, dass es heute nicht so warm ist, bei vergangenen Marathons war es oft viel zu warm und einige Teilnehmer brachen zusammen, so etwas brauchen wir nicht. Übrigens findet am 9. März der Jerusalemer Marathon statt.

Strecke des Jerusalem-Marathons

Und nun, liebe Leser, wünsche ich Ihnen ein wunderbares Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Ist es nicht schön, den Tag auch einmal ohne Politik, ohne Skandale und Affären (1000, 2000, 3000, 4000…..) zu beginnen? Also, machen Sie es gut.

Shabbat Shalom aus Modiin!

Dov

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