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Israel Heute Morgen

“Im Vergleich zu heute war es gestern kalt“, lautet die Überschrift eines Artikels über das heutige Wetter in der Zeitung Maariv. Ein paar Worte über einen besonders heißen Tag in Israel, das Busfahren in Israel und neue Technologien, den andauernden Streit um die Klagemauer, die nicht endende Krise um die Hämatologie- und Onkologie-Abteilung für krebskranke Kinder des Hadassa-Krankenhauses und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

“Im Vergleich zu heute war es gestern kalt“, lautet die Überschrift eines Artikels über das heutige Wetter in der Zeitung Maariv. Dass es noch wärmer geworden ist, konnte ich bereits gestern Abend spüren. Noch um 20 Uhr lagen die Temperaturen bei uns in Modiin um die 30 Grad. Es ist sehr warm, hier in Jerusalem soll es auch heute wieder bis zu 37 Grad heiß werden. Zum Glück bin ich nicht in Tel Aviv. Denn dort wird die Temperatur im Vergleich zu gestern deutlich ansteigen. 34 Grad sind angesagt, mit einer Luftfeuchtigkeit von 65 %. Da läuft einem der Schweiß nur so runter. Hier in Jerusalem haben wir es viel besser, die Luftfeuchtigkeit liegt nur bei 25 %. Es ist heiß, aber man schwitzt nicht. Nicht verstehen konnte ich gestern eine junge Frau, die bei Temperaturen von 36 Grad am Joggen war. So etwas sollte man nicht machen. Bei dieser Hitze sollte man körperliche Anstrengungen möglichst vermeiden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Sharav. Sehr heiß und trocken in den meisten Teilen des Landes, an der Küste schwül. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 37 Grad, Tel Aviv 34 Grad, Haifa 33 Grad, Tiberias am See Genezareth 43 Grad, am Toten Meer 43 Grad, Eilat am Roten Meer 42 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.345 m unter dem Meeresspiegel.

Ich bin auch heute wieder mit dem Bus nach Jerusalem gefahren. Dafür habe ich mir auch nach langer Zeit wieder eine Monatskarte besorgt. Früher musste man diese noch beim Fahrer kaufen, heute kann man das bequem von zuhause aus mit dem Handy machen. Hier in Israel benutzen wir eine sogenannte „Rav Kav“-Karte. Auf dieser Karte werden unsere Fahrkarten gespeichert. Man kann die Karte auch mit einer bestimmten Geldsumme aufladen und dann Fahrten im ganzen Land damit bezahlen. Das ist sehr bequem. Nach einiger Zeit wurden bei uns in Modiin Automaten aufgestellt, an denen man die Rav Kav-Karte aufladen kann, das war schon ein gewaltiger Fortschritt. Aber wie Sie sicher wissen, Israel ist ein Land, das Technologien liebt und gerne neue Dinge ausprobiert. Seit einiger Zeit gibt es eiמe App für das Handy, mit dem man die Rav Kav Karte aufladen kann. Das geht dann so: Man öffnet die App, dann wird man aufgefordert, die Karte an den Rücken des Handys zu legen, der NFC-Chip des Handy liest die Daten der Karte. Danach kann man sich aussuchen, mit was man die Karte aufladen möchte.

So laden wir unsere Fahrkarte auf

Ich habe gestern die Monatskarte für Jerusalem und Umgebung gewählt, wo auch Modiin mit enthalten ist. Diese Monatskarte kostet gerade mal 299 Shekel. Damit kann man in Modiin und von Modiin nach Jerusalem fahren. In Jerusalem kann man Busse und auch die Straßenbahn benutzen. Mit der Monatskarte für Tel Aviv kann man auch den Zug von Modiin nach Tel Aviv benutzen. Nachdem ich also die Monatskarte für Jerusalem gewählt hatte, wurde ich aufgefordert, meine Kreditkarte, die ich früher schon einmal hinterlegt hatte (muss man aber nicht), mit der Eingabe meiner Ausweisnummer zu bestätigen. Danach musste ich meine Rav Kav Karte wieder an die Rückseite des Handys halten, dadurch wurde sie dann mit der Monatskarte aufgeladen. Ich finde das irgendwie beeindruckend. Jetzt kann ich einen ganzen Monat lang problem- und bargeldlos zwischen Modiin und Jerusalem hin- und herfahren. Wenn ich mal keine Lust zum Laufen habe, kann ich die Strassenbahn benutzen. Schüler zahlen mit der Rav Kav Karte übrigens nur den halben Preis. Wenn ich also die Karte meines Sohnes mit 50 Shekel auflade, hat er dort ein Guthaben von 100 Shekeln.

Technologisch ist also alles top, was jetzt noch fehlt, sind bessere Verbindungen. Oft passiert es, dass ich 15 Minuten auf den Bus nachhause warten muss, nachdem ich in Modiin angekommen bin. Auch die Fahrt innerhalb Modiins dauert oft viel zu lange. Mit dem Auto würde die Fahrt nur 5 Minuten dauern, mit dem Bus, der alle möglichen Umwege fährt, dauert sie mehr als 20 Minuten. Und dann passiert es leider ab und zu, dass ein Bus ausfällt, einfach so. Und dann sitzt man da und muss wieder 30 Minuten warten, in der Hoffnung, dass der nächste Bus dann auch wirklich kommt. es ist also nicht alles perfekt, aber ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg. Sicher ist, das die Fahrt mit dem Bus viel billiger ist als mit dem Auto.

Und über was redet man hier bei uns in den Nachrichten? Da geht es immer noch um den Streit um die Klagemauer, nachdem die Regierung die Errichtung eines Platzes für das gemeinsame Gebet von Juden aus Reform- und konservativen Gemeinden auf Eis gelegt hatte. Viele jüdische Organisationen aus Amerika sind sehr wütend darüber und drohen, ihre Spenden für Israel einzustellen. Das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen. Die Meinungen über dieses Thema sind gespalten. Einerseits kann ja auch heute jeder Jude und auch nichtjüdische Menschen an der Klagemauer beten. Nur soll man sich an die Regeln halten, Respekt zeigen. Andererseits möchten die Juden der konservativem und Reformgemeinden, von denen es in den USA sehr viele gibt, ihrem Glauben entsprechend gemeinsam an der Mauer beten. Auch das kann ich verstehen. Ehrlich gesagt, würde es niemanden stören, wenn man für sie einen Platz errichtet, wo sie dann frei beten können, wo sie es wünschen. Jetzt ist die Frage, ob die Drohungen, Israel nicht mehr zu unterstützen, etwas bringen, oder gar das Gegenteil bringen werden. Hier mag man es nicht, bedroht zu werden. Mal sehen, wie es weitergeht.

Konservative und Reform-Juden demonstrieren vor dem Amtssitz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Dann haben wir hier noch die Krise um die Abteilung für krebskranke Kinder des Hadassa-Krankenhauses (siehe Artikel). Noch immer konnte man sich auf keine Lösung einigen. gestern haben die Ärzte, die ihre Stellen am Hadassah-Krankenhaus gekündigt hatten, einen weiteren Vorschlag abgelehnt. Man möchte nur eine Lösung, man möchte die Abteilung für die krebskranken Kinder im Shaarei-Zedek-Krankenhaus wieder eröffnen. Wer am meisten zu Leiden hat, sind die kranken Kinder, die nur darauf warten, von den Ärzten, die sie seit Jahren kennen und denen sie vertrauen, wieder behandelt zu werden. Die Fronten sind in diese Streit sehr verhärtet und das ist nicht gut. Diese Krise muss beendet werden. Zum Wohl der Kinder.

Und nun wünsche ich Ihnen einen wunderbaren und friedlichen Montag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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